Ja, das kann ich gut verstehen.
Und wenn das mein Pferd wäre, dann bekäme ich den auch. Da helfen alle Erfahrungen mit schweren Verletzungen dann überhaupt nicht.
Mein Schimmelchen hat sich -bis heute ungeklärt- auf der Weide das Hintermittelfuß vom Sprunggelenk bis zum Fesselkopf aufgerissen. Der Knochen war gut sichtbar, alle Sehnen lagen frei, die größeren Gefäße waren ebenfalls gut sichtbar und durch ein Wunder unverletzt.

Die Wunde war bei ihrer Entdeckung bereits einige Stunden alt und angetrocknet. Ich habe damals echt überlegt, ob ich das versorgen lasse. Die Prognose war mehr als schlecht, das Pferd schon über 20 Jahre alt. Es gab eine riesige Entzündung, 3 Wochen hatte ich jeden Tag den TA da. Insgesamt dauerte die Heilung über 6 Monate... bis auf eine sichtbare Narbe gab es keine Spätfolgen.

Nur mein Konto hat extrem gelitten.
Mein anderes Katastrophentier meint irgendwann, dass das Gras auf der anderen Zaunseite grüner sei. Den Weidezaun überwand sie ohne Probleme, der Elektro-Kuhzaun auf der anderen Wegseite wurde leider übersehen. Kurz unter dem Knie hat sie sich den gesamten Muskel auf der Vorderseite des Unterschenkels durchtrennt, auch bis zum Knochen. Das hing nur noch als Fleischstück runter. Der TA hat ewig schichtweise genäht, es heilte und die Narbe war kaum sichtbar. Das Bein nahm keinen bleibenden Schaden.
Du siehst, ohne unkontrollierbare Infektion, heilen bei Pferden Verletzungen, die einen wirklich an ein Ende denken lassen.
LG
das Schnauzermädel
Wer die Dunkelheit fürchtet, kennt die Grausamkeit des Lichtes nicht.
Es ist gut zu wissen, dass der Hund an sich gar keine Fehler zu machen in der Lage ist. Er reagiert höchstens anders, als wir es wünschten und erhoffen.
(Helmut Kettelake)