Hallo Bolle,
Gestern hab ich hier im Forum noch geschrieben, ich würde über
einen "Männer !-Fred "nachdenken, nachdem ich selbst eben diese
Problematik auch hatte ( nur deutlich ! abgeschwächter

)
und Ati den Fred " Du immer mit deinen Hunden" aufgemacht hat ...
und nun Dieser....
Zunächst mal hast du mein ganzes Mitgefühl in deiner schwierigen
Situation. Fühl dich gedrückt und verstanden.
Vermutlich ist dein Mann mit der gesamten häuslichen Situation einfach
Überfordert.
Viel Arbeit, 2 Kinder, 2 Hunde ... einer davon stürmisch, rüpelig und noch
ein wenig unerzogen. was er ggf. hart erarbeitet hat, reisst der
Hund mit dem Hintern wieder um. Er, dein Mann, kommt vielleicht
nicht zur Ruhe. Da wird man(n) auch schon mal zur Spassbremse.
Mein Mann war auch Nie gegen den zweiten Hund, im Gegenteil !
ABER :
Dieser zweite Hund war bzw. ist eben, wie bei euch auch, nun ja... anders...
Bär war alt und lief so mit im Laufe der Jahre...
Flick, ein Traum, sowohl vom Verhalten als auch im Fortschritt seiner
Erziehung, alles easy , ein Traum !
Dann kam in letzen Oktober Momo ,9 Monate ( ihr habt also Bergfest),
ein Wesen wie eine Dampflok !
Sie zerlegte die, erst vor einem Jahr, verlegten Fußleisten, operierte
mehrfach unser Ledersofa usw ....Draußen ein absoluter Hibbelhund,
gestresst, Jäger etc... pp. Beide zusammen haben den Garten
plattgemacht.Teilweise sind wir selbst Schuld.
Also musste mein beruflich sehr, sehr eingespannter Ehemann mit
48 Jahren, kinderlos, ohne Welpen- bzw. Junghundeerfahrung sich mit
dieser Rasselbande auseinandersetzen, ob er wollte oder nicht.
Wir haben immer wieder diskutiert oder auch mal gestritten
wegen der Hunde und ggf. auch wegen seiner Einstellung zu den beiden
und der Erziehung. Mein Mann bindet sich auch nicht so schnell wie
ich an einen Hund. Er braucht auch abends mal seine Ruhe und will
nur Fernsehen... und da kommen die beiden dann, belagern Ihn und
wollen Party machen... da ist er schnell entnervt. Momo zwickt ihn,
er sagt Au, auch mal lauter, ich, vielleicht gerade in der Küche oder
am Rechner komme angelaufen , frage, was los ist ...so fing der Streit
an...
Solche Situationen, wie auch das viele diskutieren und lamentieren
um dieses Thema erzeugt ggf. eine gewisse, unbewusste Ignoranz bzw.
macht beratungsresistent und trotzig. ( Mein Mann packt kein Hundebuch
an – aus Prinzip ! )
Ich hab meinen Mann sehr aus der Verantwortung der Hundeerziehung
herausgenommen, auch, um unsere Beziehung nicht zu belasten.
Das ständige Gebalge und TamTam braucht schon Nerven genug.
Dafür erwarte ich Gelassenheit und Nachsicht ,sowie Verständnis, dass
es eben in ein, zwei Monaten keine Knopf Im Ohr Hunde sind oder sein
können.
Er geht zwar regelmäßig auch Gassi, aber ich erwarte nicht, dass er
die Hunde dabei bespasst oder erzieht.
Klar, wir haben nie über eine Rückgabe nachgedacht, aber
Ich habe meinem Mann die Frage trotzdem gestellt. Würde er
jetzt
verlangen, den Hund wieder abzugeben, hätte ich mich menschlich
in dem Mann, mit dem ich seit 23 Jahren zusammenlebe so sehr
getäuscht, dass ich die Mäuse nehmen würde und die Biege mach.
Ich hab die Verantwortung übernommen und damit Basta!
Ich bin, für mich ganz persönlich, auch der Meinung von Lotusliese.
Ich habe aber eine komplett ander Ausgangssituation und bin
vermutlich freier in der Möglichkeit Entscheidungen zu treffen.
Und... für eine kleine bis mittlere Palastrevolution ist halt nicht jeder
der Typ. Haus, Kinder, Garten alles verpflichtet ja irgendwie.
Nachdenklich stimmt mich die Reaktion der Kinder ... Gerade die
müssten doch mit einem jungen, aufgedrehten Hund richtig Spass
haben ? Wobei, Jungs in dem Alter haben eh manchmal andere
Interessen .
Was ich eigentlich sagen will...
Wie du selbst im Eingangspost schreibst, hatte dein Mann bereits
zu Anfang bedenken du könntest es nicht schaffen, oder ?
Auch du scheinst überfordert... mach dir erst mal klar was DU willst.
Ob der Hund bleibt oder nicht, ist deine Entscheidung ggf. gegen den
Willen deines Mannes oder der Kinder. Du kannst nicht die Schuld nur
der Familie zuschieben. Du willst den Hund behalten? Dann tu es.
kümmere dich alleine um Ihn....
Du würdest es deinem Mann nicht verzeihen...aber eben dir selbst auch
nicht. Rede mit ihm, in Ruhe, sachlich, erpress ihn nicht mit der Abgabe
des Hundes ( Mädchen machen das manchmal

)
Ich wünsch dir wirklich von Herzen alles Gute
Susanne
... und ich weiss heute schon, dass wir irgendwann, völlig verklärt
an diese Zeit immer mit einem Lächeln zurückdenken werden