von Shoppy » 12.09.2006 17:31
Das erste, mir bekannte Arbeitsbuch zum Thema Aggesivität, dass mit Clickertraining arbeitet.
Emma Parsons hat selber einen "Hund"-Aggressiven Retriever, der zunächst durch einen "normalen" Trainer "kurriert werden sollte. Dieser gute Mensch fand, dass "am Stachelhalsband-Aufhängen" die richtige Methode, mit garantiert durchschlagender Erfolgsgarantie sei.
Durchschlagend war der Erfolg dann auch tatsächlich: Der Hund reagierte zukünftig auf jeden anderen Hund mit völliger Agression.
Einsehend, dass Gewalt wohl doch nicht das Ei des Kolumbus ist, baute Emma Parson sein Training basierend auf ausschließlich positiver Verstärkung mit dem Clicker neu auf. Dabei nutzte sie den Clicker sowohl zur bestätigung von gewünschten Verhalten, als auch zur Veränderung der Emotionen des Hundes in einer bestimmten Situation.
Gut erklärt und verständlich aufgebaut sind hierbei die einzelen Übungen, die das Händling eines agressiven Hundes vereinfachen und ein Zusammenführen mit anderen Hund wieder ermöglicht. Auch wird ausführlich erläutert, warum gerade der Einsatz des Clickers die Therapie begünstigt.
Weiterhin clickt sie auch Calming Signals bis zur Signalkontrolle, sodass sie ihren Hund zur Ausführung derselben auffordern konnte, wenn ihnen ein anderer Hund zu nahe kam.
Viele der beschriebenen Übungen sollten meiner Meinung nach Bestandteil des Trainingsplans jedes Welpen/Hundes sein, da ihr Behrrschen wunderbar geeignet sind, präventiv aggressiven Verhaltensweisen vorzubeugen. Sollte ein derart vorgebildeter Hund trotzdem aggressiv werden (das ist ja leider nicht immer ausszuschließen, wenn Hund z.B. ein traumatisches Erlebnis hatte) - haben sowohl Halter als auch Hund schon die notwenigen Strategien entwickelt mit dem Problem umzugehen.
Gehört für mich in jedes Hundehalterregal - bisher leider nur auf Englisch erhältlich...
LG
Martina mit Crispel & Gandhi
"Wer sagt, dass zuverlässiges Verhalten bei diesem oder jenem Hund nicht ohne Strafe erreichbar ist, sagt nichts über den Hund aus, sondern beschreibt erst einmal seine eigenen Fähigkeiten." Dr. Ute Blaschke-Berthold