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Moderator: DF-Mods
Skylla hat geschrieben:Mich würde wirklich sehr interessieren, ob Hunde wirklich weniger leiden als Menschen? Das, was ich bisher gelesen habe, gibt mir Hoffnung, aber ich würde gerne mehr Erfahrungsberichte zu diesem Thema lesen. Wer hat noch Erfahrungen mit der Chemotherapie beim Hund? Und wie läuft das genau ab?
yane hat geschrieben:Skylla hat geschrieben:Mich würde wirklich sehr interessieren, ob Hunde wirklich weniger leiden als Menschen? Das, was ich bisher gelesen habe, gibt mir Hoffnung, aber ich würde gerne mehr Erfahrungsberichte zu diesem Thema lesen. Wer hat noch Erfahrungen mit der Chemotherapie beim Hund? Und wie läuft das genau ab?
Die Dosierungen beim Hund sind deutlich niedriger - deshalb sind die Auswirkungen/Nebemwirkungen auch nicht so wie beim Menschen.
Du musst Dir über eines im Klaren sein - beim Hund ist die Zielsetzung der Chemotherapie in erster Linie eine andere als beim Menschen. Beim Menschen steht die Heilung im Vordergrund, beim Hund ist das erste Ziel idR Lebensverlängerung bei möglichst hoher Lebensqualität. Und Leiden, v.a. starkes Leiden, ist das Gegenteil von hoher Lebensqualität.
Wie eine Chemo abläuft hängt davon ab, welches Behandlungsprotokoll gewählt wird. Wobei das Behandlungsprotokoll auch von der Krebsart abhängt.
Wir haben bei Yanta das sogenannte "Wisconsin-Madison-Protokoll" gewählt. Wobei unsere TÄ von vornherein gesagt hat, dass sie den Behandlungsplan individuell an den Krankheitsverlauf anpassen wird.
http://www.kritische-tiermedizin.de/2007/Das_maligne_Lymphom_des_Hundes.html
Wir haben bsp. den 2-Wöchigen Zyklus von der 9.- 24. Woche auf genau 2 Behandlungen beschränkt und sind dann direkt zum 3-Wöchigen Zyklus übergegangen bzw. nach einer Behandlung im 3-wöchigen Zyklus zum 4-wöchigen Zyklus.
Die massive Verkürzung des 2-wöchigen Zyklus haben wir deshalb so früh gemacht, da wir bereits während des 1-wöchigen Behandlungszyklus mehrfach die Behandlung um eine Woche verschieben mussten. Und da es zu keiner Rezidiv-Bildung kam, war es der Versuch wert.
Hätte sie jemals Anzeichen deutlichen Leidens gezeigt, hätte ich die Chemotherapie abgebrochen.
Aber nachdem nach wie vor alle "Leiden" und "Wehwehchen" die sie so zeigt, schlicht und ergreifend Alterswehwehchen sind, warum sollten sie nicht die Chance haben noch 1-2 Jahre zu leben?
Immer mehr Menschen erkranken in Deutschland an Krebs, und die Krankenkassen müssen immer mehr Geld für die Behandlung dieser Patienten ausgegeben. Während die Kosten für die meisten Medikamente zurückgegangen sind, sind die Preise für Krebsmedikamente in den vergangenen Jahren explodiert. Moderne Krebstherapien kosten bis zu 6.000 Euro im Monat. Es sind sogenannte zielgerichtete Therapien, die den Krebs gezielt ausschalten oder zumindest in eine chronische Erkrankung verwandeln sollen. Aber meistens bleibt am Ende der Behandlung nur eine längere Überlebenszeit von einigen wenigen Monaten, wenn überhaupt. Zudem leiden die Behandelten unter den Nebenwirkungen. Erst langsam wachen die Verantwortlichen im deutschen Gesundheitssystem auf und erkennen das Problem. Jetzt droht Pharmakonzernen der Verlust der Zulassung für ihre Medikamente, weil diese nur selten den Patienten, aber immer den Gewinnbilanzen der Konzerne dienen.
Der Film "Der Preis des Überlebens" begibt sich auf Spurensuche in der deutschen Krebsindustrie. Von einer onkologischen Ambulanz in Hamburg bis zum deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, über Pharmafirmen in Bayern bis zu den Funktionären von Industrie und Forschung in Berlin geht er der Frage nach, warum so viel Geld verschwendet wird und wie die Pharmaindustrie mit den Todesängsten der Patienten Milliarden verdienen.
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