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Chemische Kastration

Alles rund um die Gesundheit Eurer Hunde.

Diese Rubrik ersetzt nicht den Tierarzt oder einen Besuch bei dem Selbigen.

Moderator: DF-Mods

Chemische Kastration

Beitragvon finnrotti » 31.08.2008 21:57

Man, wenn ich das in die Suche eingeben gibts 1700 Ergebnisse, da hab ich wirklich keine Lust mich durch jeden Thread zu lesen, also bitte nicht gleich geisseln.

Kurz und gut, unser Rüde (2 J.) neigt zur Dominanzagression und zwar nicht nur Rüden gegenüber, sondern auch Menschen, die Rüden besitzen oder nach Rüde riechen. Wir haben jetzt im Trainingsteam über eine chemische Kastration nachgedacht um zu sehen ob sich sein Verhalten verbessert. Hat jemand Erfahrung mit sowas?
Danke
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Beitragvon dieschweizer » 31.08.2008 22:29

Hallo,

wir haben vor 6 Jahren bei unserem Rüden eine chem. Kastration vornehmen lassen, sein Verhalten gegenüner unkastrierten Rüden hat sich nicht verändert - somit haben wir uns auch gegen die chirurgische Kastration entschieden.
Bei unserem Hund war das Verhalten gegenüber Rüden eher prägebedingt als ein hormonelles Problem und gegenüber Menschen ist er ein Lamm.
Allerdings habe ich mir sagen lassen, dass die chem. Kastration nicht = richtige Kastration sei.
Sollte sein Verhalten tatsächlich hormonell bedingt sein, könnte eine Kastration helfen, aber eben nur KÖNNTE. Vorher weiß man das leider nie.
Die Wirkung der Spritze sollte angeblich 2-3 Wochen anhalten, wie gesagt, an seinem Verhalten hat sich nichts verändert.


Gruß

Leo
dieschweizer
 

Beitragvon finnrotti » 31.08.2008 22:56

Danke Schweizer!
War´s das schon?
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Re: Chemische Kastration

Beitragvon tagakm » 31.08.2008 23:01

finnrotti hat geschrieben: Hat jemand Erfahrung mit sowas?
Danke
Finnrotti


Ja...aber das ist ja von Hund zu Hund verschieden.

Ich wuerde es an deiner Stelle einfach ausprobieren und schauen wie sich das Verhalten des Hundes veraendert (oder nicht).

I.d.R. dauert es 2-3 Tage bis die Antiandrogene die Wirkung einer echten Kastration erzielen und haelt dann ca. 3-4 Wochen.

Als Hilfsmittel zur Entscheidung finde ich das definitiv sinnvoll :)
“O Herr, bewahre mich vor der Einbildung,
bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema
etwas sagen zu muessen.

Erloese mich von dem großen Leiden
die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.

Lehre mich, nachdenklich ohne argwoehnisch,
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Beitragvon Cockerangie » 31.08.2008 23:22

Kevin war damals sehr agressiv, auch uns gegenüber.

Wie haben die chemische Kastra ausprobiert ob die richtige Kastra was bringen würde.

Ich kann Dir leider nicht mehr sagen wann die chemische gewirkt hat und wie lange da es schon einige jahre her ist. Ich konnte eine deutliche Besserung unseres Problemes sehen und wir haben uns dann für die richtige Kastra entschieden und es nicht bereut.

Probieren würde ich es auf jeden Fall an Deiner Stelle.
------------------
Liebe Grüße ....Angelika mit dem Cockerrudel
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Beitragvon finnrotti » 01.09.2008 10:22

Danke, noch jemand hier mit Erfahrungen?
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Beitragvon Kasha » 01.09.2008 10:40

Hi

Ich habe Joey vor etlichen Jahren auch mal die Spritze verpassen lassen.
Wir waren damals geradezu umzingelt von läufigen Hündinnen und Joey hat über drei Wochen fast nichts gefressen, war Tag und Nacht nur am Jaulen und Fiepen und war ansonsten auch kaum ansprechbar. Normalerweise reagiert er nie so heftig aber damals ist er geradezu ausgetickt (habe später erfahren, dass vier Hündinnen in der Nachbarschaft praktisch zeitgleich läufig geworden sind).

Die Spritze hat super gewirkt. Schon nach ein paar Tagen wurde er im Verhalten wieder normaler, hat wieder normal gefressen und wir alle konnten nach über drei Wochen endlich wieder durchschlafen.
Nebenwirkungen konnte ich keine feststellen.

liebe Grüße
Steffi
Das zärtlichste aller Geschöpfe ist ein nasser Hund
(Ambrose Bierce)
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Beitragvon Chandrocharly » 01.09.2008 11:00

Ich habe das gerade mit Chandro durch. Er bekam die Spritze Delvosteron, auch nachzulesen im Thread -Chandro wurde kastriert,eine Hintergrundgeschichte- Die erste Spritze brauchte 3 Tage,dann frass er wieder,Verhalten gegenüber anderen Rüden gleich. nach ca. 10 Tagen war es auch ganz das alte Bild. ich fragte den Arzt,ob eine kastra nichts bringt in dem Fall. Also wenn die zweite Spritze, die dann besser wirkt,nichts bringt,kann man das immer noch nicht hundert Prozent sagen,wir müssen die zweite eben etwas früher geben,meinte er-er fährt sehr hoch-
Die zweite Spritze folgte. 3 tage später wieder erste Ergebnisse. Dieses mal sehr lang anhaltend. Er war zwar noch pöbelig,aber deutlich weniger agressiv und ich konnte ihn mit meinem Leinen Training "erreichen" so das ich mit ihm durch den Lüneburger Wildpark konnte,ohne das er ausgeflippt ist. Andere Hunde,kein Problem,Leinenführigkeit,ruhiger,hat wieder gefressen und und und. Die zweite Spritze hielt ca. 3-4 Wochen,dann war ein Ende abzusehen und es kamen ihm läöufige Hündinnen unter die nase. da war er wieder ganz der Alte.
Ihm hat die Spritze sehr geholfen,es ist nicht die allg. übliche chem .Kastra Keule, die wäre auch weitaus teurer geworden. Hier habe ich für eine Injektion 21 Euro bezahlt. Gib mal Delvosteron bei google ein und lies Dich mal durch.
Letztendlich hat es auch mir sehr bei der Entscheidung geholfen,die ja nun wirklich nicht leicht ist.
Es grüssen Sylvi, Chandro und Charly tief in unseren Herzen

Zu finden sind wir auf Seite 14 in der FOTOGALERIE DER USERHUNDE


Man kann in Tiere nichts hineinprügeln. Aber man kann alles aus ihnen herausstreicheln (Astrid Lindgren)


(Leonardo DaVinci)
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Beitragvon onyxvl » 01.09.2008 11:15

Hallo Finnrotti,

ich finde die chemische Kastra als Entscheidungshilfe jedenfalls eine gute Sache. Wobei zu sagen ist, dass auch wenn die Chemie nicht hilft, kann die Chirurgie Wirkung zeigen....

Ich kenn zwei Hunde, denen die "Spritze" verpasst wurde, einmal wegen Prostataentzündung, einmal wegen Hündinnenhintersabbernixfresshirnlosverträumtschnüffelaugenrollundzitteraktionen :irre: .

An "Nebenwirkungen" oder erwünschten Wirkungen, wo ist da die Grenze??? war halt zu merken, dass die Hunde ruhiger wurden, auch gegenüber anderen gleichgeschlechtlichen Artgenossen. Zu bemerken ist, dass die Spritze wohl ziemlich brennen muss (oder war Hundi eine Memme?????) und bei einem größeren Hund wohl auch eine ziemliche Menge gespritzt werden muss (also Maulkorb bereit halten).

Die TA hat gemeint, dass es jetzt neu (wohl erst seit kurzem in Deutschland zugelassen, in USA aber üblich) auch Implantate geben würde. Diese werden unter die Haut gesetzt (sei wie chippen), haben eine andere Wirkungsweise als die Spritzen (anderer Wirkstoff), belasten weniger (weil Wirkstoff gleichmäßig abgegeben wird) und halten drei Monate.

Ich würde an Deiner Stelle zuerst die Spritze probieren, wenn die hilft, schnippschnapp; wenn nicht, dann würde ich das Implantat probieren. Wenn das Implantat hilft, dann schnippschnapp, wenn nicht, dann würde ich mit dem Rüdenproblem leben lernen und nicht kastrieren.

Ich denke Spritze und Implantat sollten nicht längerfristig eingesetzt werden, da hätte ich Bedenken wegen Langzeitfolgen (ist aber reine Gefühlssache, bin kein TA! Aber Hormonkarussel denke ich sollte sich nicht ewig auf und ab drehen?). Vor allem weil Dein Hund ja noch sehr jung ist und erst in Jahren damit gerechnet werden kann, dass er mal ruhiger wird. Wäre er 5 oder 6 Jahre alt, dann würde ich mich mit Implantat durchmogeln, weil dann ja damit gerechnet werden kann, dass ihn in Kürze die Weisheit des Alters ereilt.
onyxvl
 
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Beitragvon finnrotti » 01.09.2008 20:43

Danke Euch, das ist ja schon mal was. Eine Kastration schliessen wir bisher aus, eventuell soll der Dicke ja nochmal für Nachwuchs sorgen. Werden sehen was kommt, so ein Obermacho!
Finnrotti
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