staffy hat geschrieben:Wir suchen doch Ursachen, möchten die Gründe für ein "Problemverhalten" finden und gezielt daran arbeiten.
Für mich fängt das Training mit einem Hausbesuch an, immer eine Einzelstunde, wo ich mir das Team anschauen kann. Nicht auf dem Hundeplatz in einer 10er Gruppe. Ich muß individuell Lösungen finden. Ob ich da im Haus ansetze, einen riesen Umweg einschlage oder direkt zum Problem komme ... Gruß, staffy
´s gibt doch eh keine Canis Studenten hier, da können wir gar nicht OT sein

Hat man einen Problemhund, muss man immer die Gegebenheiten auch zu Hause angucken. Nicht immer kann ein Problemhund sofort in einer Gruppe trainieren, wobei eine Gruppe mit 10 Hunden deffinitiv zu groß ist. Das gibt es bei uns gar nicht. Hunde, die Probleme haben und deren Beisitzer es geändert wünschen, empfehlen wir immer den Kontakt zu einer uns bekannten Hundetherapeutin. Ein Verein kann keine speziellen Probleme gezielt lösen, aber durch die Arbeit im Verein (oder auch Hundeschule) mit dem Hund, sprich durch Ersatzarbeit für den Hund, verändert sich meistens das Mensch-Hund-Verhältnis so gravierend, dass die anderen Probleme meistens von selber verschwinden.
Nur wenn ich einen Hund sinnvoll und gezielt auslaste, kann ich einen zufriedenen Hund bekommen. Einem Hund, der fürs Hüten gemacht wurde, kann ich nicht verdenken, wenn er anfängt die Fische im Aquarium oder die Blätter am Baum zu hüten. Über andere sinvolle Ausalstungen kann ich aber das Problem mildern. Wer hält noch einen Hund für die Arbeit? Nicht viele!
Das ist eben mein Gedankenansatz, ich muss die Rasse, die Herkunft sehen und wofür der Hund gemacht wurde und ihm evtl. Ersatzarbeit anbieten. Das magst du Dressur nennen, ich nenne es geistige sinnvolle Auslastung. Ein Hund, der nicht genügend ausgelastet ist, hütet Frauchen, jagt wie der Teufel, holt die Schnitzel aus der Pfanne, verbellt andere Hunde..... Er sucht sich eben seine Auslastung selber, bekommt dann sogar seine gewünschte, wenn auch negative, Aufmerksamkeit durch HF. Sein falsches Verhalten wird also noch bestätigt. Erziehung und Auslastung eines Hundes ist harte, konsequente Arbeit ein Leben lang. Und im Verein trefe ich dazu Gleichgesinnte mit denen ich mich auch mal austauschen kann. Wenn man als HF mal verstanden hat, wie Hund lernt, kann er es auch zu Hause umsetzen. Und letztendlich deffiniert ein jeder HF selber, was er als ok empfindet. Was ich als ein Problem empfinde, kann einem anderen egal sein.
Wobei ich gestehen muss, dass es sicherlich viele Vereine gibt, die nicht meinen Vorstellungen entsprechen.
LG Schopenhauer