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Canines akanthomatöses Ameloblastom

Alles rund um die Gesundheit Eurer Hunde.

Diese Rubrik ersetzt nicht den Tierarzt oder einen Besuch bei dem Selbigen.

Moderator: DF-Mods

Canines akanthomatöses Ameloblastom

Beitragvon Charly03 » 06.02.2012 11:17

Hallo,

ich bin neu hier. Vor ein paar Tagen hat mein Hund leider diese Diagnose bekommen, "canines akanthomatöses Ameloblastom. Ich habe einen Rauhaardackelrüden, kastriert namens Charly. Er ist 8,5 Jahre alt, hat Epilepsie und nun leider auch noch dieses blöde "Geschwulst"!

Es fing mit einer ganz harmlosen Schwellung im Unterkiefer, von den Schneidezähnen an gesehen am zweiten Zahn auf seiner rechten Seite an. Ich war damit beim TA und der sagte mir, ich solle das mal im Auge behalten, aber so wäre jetzt kein Handlungsbedarf.
Innerhalb eines halben Jahres wuchs das Geschwulst soweit, das es bereits leicht aus seinem Maul zu sehen war.
Also ging ich wieder zum TA und der riet mir, es entfernen zu lassen und einzuschicken.
Das habe ich dann auch machen lassen, die unteren beiden Schneidezähne waren bereits so lose, das man sie ziehen musste.
Der Bericht vom Pathologen ist nicht ganz eindeutig,er schreibt:

"Die vorliegenden Befunde waren nicht ganz eindeutig zu stellen. Die Summe der Befunde, mit teils deutlicher Proliferation der epithelialen Strukturen, fokal mit Zystenbildung, spricht für ein canines akanthomatöses Ameloblastom."

Meine TA riet mir mit diesem Bericht zu einem Tumorspezialisten zu fahren und das habe ich dann auch gemacht. Dieser sagte mir, das er noch eine Gewebeprobe aus der Tiefe mit Knochen und dem Zahn, an dem der Tumor saß, entnehmen möchte. Er würde ungern anhand dieses Berichtes die Kieferentfernung durchführen. Den Termin zum Zahnziehen und der weiteren Gewebeprobe haben wir Morgen.

Kennt sich hier zufällig einer mit dieser Diagnose aus? Vielleicht hat jemand die gleichen Erfahrungen gemacht? Hat jemand vielleicht schon Erfahrungen gemacht mit dieser radikalen Kieferentfernung?

Die Op,wo das Geschwulst entfernt wurde, ist Morgen zwei Wochen her und das Gewebe in Charlys Maul verändert sich schon wieder. Dort wo das Geschwulst war, ist schon wieder alles knall rot.

Ich mache mir furchtbare Sorgen.

Würde mich freuen wenn mir jemand seine Erfahrungen berichten könnte.

Lg
Charly03
(Themenstarter)
 
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Re: Canines akanthomatöses Ameloblastom

Beitragvon Steffi E. » 07.02.2012 18:19

Hallo,

ich kann Dir zwar leider nicht helfen, möchte Dir aber die Daumen drücken.
Daher schieb ich einfach mal wieder hoch, vielleicht meldet sich noch jemand.

Liebe Grüße

Steffi
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Steffi E.
 
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Re: Canines akanthomatöses Ameloblastom

Beitragvon lenniewish » 07.02.2012 18:49

Huhu,

Ich habe Erfahrung, zwar nicht ganz aus erster Hand, aber aus zweiter. Ich bin TAH und bei einer ehemaligen Kollegin und Freundin mussten wir diese Diagnose bei ihrem Boxer-Mix stellen.
Daraufhin haben wir wirklich lange überlegt, was zu tun, da kieferamputation ja schon ein nicht unerheblicher Eingriff ist. Wir/sie haben uns aber dazu entschlossen. Alle waren sehr skeptisch, aber es gab keinen anderen Weg, vom einschläfern mal abgesehen. Da diese Geschwulst infiziert war und gewachsen ist wie verrückt. Er konnte zum Schluss sein maul nicht mehr schließen. :sad2:

Oskar hat die OP super überstanden und bereits am nächsten Tag vor Ablauf der Nüchtern-Frist ein Wurstbrot geklaut. :roll:

Das ganze ist jetzt knapp vier Monate her und oskar geht es blendend. Er frisst, spielt, tobt und macht sogar zerrspiele mit seinem Kumpel. Ich bin grad noch auf Arbeit und schreib vom Handy, aber ich kann heute Abend evtl noch ausführlicher berichten.

Sicher muss es nicht überall so gut/glatt laufen, aber ich würde bei der Diagnose unbedingt operieren lassen. 8,5 Jahre sind ja kein Alter für einen Dackel :smile:
Linda mit Lennie, Butch und dem dicken Katertier

...everything looks perfect from far away
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lenniewish
 
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Re: Canines akanthomatöses Ameloblastom

Beitragvon Raven49 » 07.02.2012 19:22

Da hat dein TA wahrscheinlich nicht die Grenzen seiner Kompetenz gekannt, sonst wäre das sicher anders gelaufen.

1. Gerade der Teckel gehört zu den Hunderassen, die besonders gefährdet sind in Bezug auf Tumore der Mundhöhle . Da wartet man bei einer Umfangsvermehrung in der Mundhöhle nicht 6 Monate ab -- das konntest Du natürlich nicht wissen, ist mir schon klar, aber der TA sollte es wissen.

2. Bösartige und gutartige Tumore unterscheiden sich danach, dass ein gutartiger Tumor verdrängend (und nicht invasiv) wächst und außerdem nicht streut. Wenn ich die Veröffentlichung der Tierklinik Hofheim (Onkologie) richtig verstehe, handelt es sich hier um einen primär gutartigen Tumor, der aber insofern Elemente der Bösartigkeit aufweist, als dass er nicht nur verdängend sondern auch invasiv (in den Kieferknochen) wächst. Weiterhin interpretiere ich die Veröffentlichung so, dass das "Herausschneiden" ohne weitere Massnahmen nur zum beschleunigten Nachwachsen führt. Zumindest eine Strahlentherapie wäre angesagt gewesen.

http://www.tierklinik-hofheim.com/chameleon//outbox//public/4/download_10.pdf

Es sieht mit den vorliegenden Informationen ja im Moment so aus, als könnte Deinem Hund durchaus noch geholfen werden, ABER die Therapie muss wirklich individuell geplant sein und besteht aus mehr als aus "wir warten ab und wenn uns das Ding zu groß vorkommt, dann schneiden wir es mal raus und sind total erstaunt dass es ruck-zuck wieder nachwächst." Gib Deinem Tierarzt zumindest bei dieser Sache den Laufpass und gehe in die Onkologie. Ich persönlich würde nach Hofheim fahren, obwohl das 200 km entfernt liegt, aber wichtig ist hier wirklich ein Spezialistenteam. Vielleicht geht es ja mit nochmaliger Entfernung und Bestrahlung -- andernfalls müsste man tatsächlich über die Kieferresektion nachdenken.


Alles Gute für den Dackel, auch von seinem langhaarigen Artgenossen Timon.
Timon, Langhaarteckel Standard, * 2001 (seit 2010 an meiner Seite)

Hexe und Robby, Langhaarteckel Standard, - in meinem Herzen
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