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Calming Signals

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Abstimmungen insgesamt : 74

Beitragvon Dara » 28.08.2008 21:33

Hat Gähnen z.B. IMMER mit Beschwichtigung zu tun? Wenn wir das o.g. Beispiel nehmen. Wenn ein Hund gekrault wird und gähnt ... kann es dann nicht sein, dass er einfach nur müde ist? :???:
______________________________________
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Beitragvon Murmelchen » 28.08.2008 21:33

cazcarra hat geschrieben:Ständiges "zutexten" des Hundes durch Blinzeln, Gähnen oder was weiß ich ist völliger Quatsch. Doch in manchen Situationen eben .... siehe oben.


Ich hab das Buch nicht gelesen, deswegen hab ich auch keine Ahnung wie gut/schlecht das nun ist. Aber zu dem Zitat hab ich eine Frage: Ist nicht das aber ggf. ein Problem, das bei einem Menschen entstehen kann, der zum allerersten mal einen Hund hat, dieses Buch liest und dann plötzlich meint, er müsse immer wieder beschwichtigen!? Weißt Du was ich meine?
Wir sind zusammen an Grenzen gegangen nur um diese um ein unendliches zu erweitern.
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Beitragvon tagakm » 28.08.2008 21:35

Piburi hat geschrieben:Hat Gähnen z.B. IMMER mit Beschwichtigung zu tun? Wenn wir das o.g. Beispiel nehmen. Wenn ein Hund gekrault wird und gähnt ... kann es dann nicht sein, dass er einfach nur müde ist? :???:


Natuerlich.....deswegen sollte man diese Signale ja auch situationsbedingt analysieren und nicht nach einer starren Schablone :)
“O Herr, bewahre mich vor der Einbildung,
bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema
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Erloese mich von dem großen Leiden
die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.

Lehre mich, nachdenklich ohne argwoehnisch,
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Beitragvon cazcarra » 28.08.2008 22:51

@ Piburi

Natürlich gähnt ein Hund auch einfach, wenn er müde ist. Deshalb ist es ja so wichtig, die Gesamtsituation zu betrachten! Und das lernt HH in aller Regel, indem er zum einen das Buch liest, evtl. die DVD dazu guckt und sich darüber mit seinem Trainer austauscht. Von nix kommt nix.

@ Murmelchen
Ja, ich weiß genau, was du meinst! Die Gefahr besteht, vor allem bei Menschen, die völlig unsicher im Umgang mit ihren Hunden sind - und die dann das Buch nicht wirklich lesen. Es wird nämlich nirgendwo behauptet, dass ein Gähnen grundsätzlich ein Beschwichtigungssignal ist. Ehrlich nicht.... :D Und dass sie zu jeder Zeit den Hund eben mit "Signalen" zutexten. Diese Menschen sind dann so fasziniert, endlich Ansätze dafür zu haben, ihren Hund besser zu verstehen, dass sie gerne in jedwede Regung des Hundes etwas hineininterpretieren. Und versuchen, darauf zu antworten. Vielleicht hätte in diesem Buch noch expliziter, noch öfter auf die o.g. Gefahren hingewiesen werden sollen. Nichtsdestotrotz empfinde ich es als entscheidende Hilfe, wenn meine Kunden sich das Buch und möglichst auch die DVD ansehen. Und natürlich wird darüber dann im Training ausführlichst gesprochen.

LG
cazcarra
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Beitragvon staffy » 29.08.2008 10:00

tagakm hat geschrieben:Noe....Hunde zeigen dieses Verhaltensmuster, calming signals, auch auf um sich lediglich selbst zu beruhigen wenn sie gestressed, aengstlich etc sind......auch wenn kein anderer Hund in der Naehe ist.

Mein Reden, die meisten der CS werden im Zusammenhang mit Übersprungshandlungen, als Ersatz gezeigt -> aber eben - wie du schreibst - um sich zu beruhigen und nicht zum Beschwichtigen.

Wegschauen ist deeskalation, das wird auch von Ranghöheren verwendet, für mich keine Beschwichtigungsgeste.
Gähnen hat viele Gründe. Wer ein "Rudel" hat weiß, daß in vielen Situationen (morgens oder nach Liegephasen) gemeinsam gegähnt und gestreckt wird, auch das hat NULL mit Beschwichtigung zu tun.

Meines Erachtens nach hätte man aus den Grundlagen des Buches ein wirklich gutes Handbuch zum besseren Verständnis der Körpersprache schreiben können.

In der Studie aus Italien wird nur fachlich festgehalten, wann, in welchem Zusammenhang welcher Hund was gezeigt hat. Hierbei wurde bestätigt, daß die meisten Gesten viele Bedeutungen haben, die nur im Zusammenhang zu erkennen und zu deuten sind.

Daher ist es sehr ungeschickt und fachlich nicht richtig von "den Beschwichtigungssignalen" zu reden und dies wird leider von vielen HH, die "mal eben ein Buch lesen" unzensiert übernommen ...

Gruß, staffy
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Beitragvon tagakm » 29.08.2008 14:17

staffy hat geschrieben:
Daher ist es sehr ungeschickt und fachlich nicht richtig von "den Beschwichtigungssignalen" zu reden und dies wird leider von vielen HH, die "mal eben ein Buch lesen" unzensiert übernommen ...

Gruß, staffy


Persoenlich halte ich sowieso nicht allzuviel von Laien die mal eben so ein paar Fachbuecher durchwaelzen und dann versuchen ihr erlerntes Wissen an den Mann oder an den Hund zu bringen.......oftmals gehen solche Vesuche schief.
Obwohl das Buch *Calming Signals* in der Hinsicht ja noch harmlos ist.
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Beitragvon Murmelchen » 29.08.2008 14:32

cazcarra hat geschrieben:Ja, ich weiß genau, was du meinst! Die Gefahr besteht, vor allem bei Menschen, die völlig unsicher im Umgang mit ihren Hunden sind - und die dann das Buch nicht wirklich lesen. Es wird nämlich nirgendwo behauptet, dass ein Gähnen grundsätzlich ein Beschwichtigungssignal ist. Ehrlich nicht.... :D Und dass sie zu jeder Zeit den Hund eben mit "Signalen" zutexten. Diese Menschen sind dann so fasziniert, endlich Ansätze dafür zu haben, ihren Hund besser zu verstehen, dass sie gerne in jedwede Regung des Hundes etwas hineininterpretieren. Und versuchen, darauf zu antworten. Vielleicht hätte in diesem Buch noch expliziter, noch öfter auf die o.g. Gefahren hingewiesen werden sollen. Nichtsdestotrotz empfinde ich es als entscheidende Hilfe, wenn meine Kunden sich das Buch und möglichst auch die DVD ansehen. Und natürlich wird darüber dann im Training ausführlichst gesprochen.

LG
cazcarra


Danke für die Antwort =)

Wie gesagt, ich habe es nie gelesen und mir hat sich halt einfach nur diese Frage gestellt =)
Wir sind zusammen an Grenzen gegangen nur um diese um ein unendliches zu erweitern.
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Beitragvon bungee » 17.09.2008 23:08

staffy hat geschrieben:
tagakm hat geschrieben:Noe....Hunde zeigen dieses Verhaltensmuster, calming signals, auch auf um sich lediglich selbst zu beruhigen wenn sie gestressed, aengstlich etc sind......auch wenn kein anderer Hund in der Naehe ist.

Mein Reden, die meisten der CS werden im Zusammenhang mit Übersprungshandlungen, als Ersatz gezeigt -> aber eben - wie du schreibst - um sich zu beruhigen und nicht zum Beschwichtigen.

Wegschauen ist deeskalation, das wird auch von Ranghöheren verwendet, für mich keine Beschwichtigungsgeste.
Gähnen hat viele Gründe. Wer ein "Rudel" hat weiß, daß in vielen Situationen (morgens oder nach Liegephasen) gemeinsam gegähnt und gestreckt wird, auch das hat NULL mit Beschwichtigung zu tun.

Meines Erachtens nach hätte man aus den Grundlagen des Buches ein wirklich gutes Handbuch zum besseren Verständnis der Körpersprache schreiben können.

In der Studie aus Italien wird nur fachlich festgehalten, wann, in welchem Zusammenhang welcher Hund was gezeigt hat. Hierbei wurde bestätigt, daß die meisten Gesten viele Bedeutungen haben, die nur im Zusammenhang zu erkennen und zu deuten sind.

Daher ist es sehr ungeschickt und fachlich nicht richtig von "den Beschwichtigungssignalen" zu reden und dies wird leider von vielen HH, die "mal eben ein Buch lesen" unzensiert übernommen ...

Gruß, staffy



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