Jasmin1987 hat geschrieben:
wir haben unsere Bordeauxdoggen Hündin seit 2 Tagen bei uns.
Das ist erst mal ein sehr wichtiger Punkt, zwei Tage (!) sind keine Zeit.
Die Hündin hat sich noch keineswegs einleben und sich an euch gewöhnen können.
Sie ist 5 Moante alt und ist sehr zurückhaltend da sie vor allem möglichen Angst hat
Das ist der nächste Punkt.
Mit 5 Monaten ist sie in einer Unsicherheits - und Angstphase, nun müsst ihr, da sie auch gerade erst eingezogen ist, behutsam sein.
(wenn man auf sie zu geht, vor Mülltüten, vor Autos Busse sogar vor dem Flur die Küche das Schlafzimmer, ihr Spiegelbild usw)
Dann geht nicht auf sie zu, versuche es zu vermeiden, rufe sie zu dir, locke sie, indem du dich von ihr seitlich abwendest, nicht ansiehst, versuche ein möglichst hohe, freudige und positive Stimme einzusetzen.
Wir haben sie von einer sehr netten Züchterin gekauft.
Wie wurde sie dort auf das Leben vorbereitet?
Wie war die Mutter der Hündin?
Wie oft habt ihr eure Hündin besucht, bevor ihr sie abgeholt habt?
Aus welchen Gründen wurde sie mit fünf Monaten abgegeben?
Wie groß war der Wurf?
Sie freut sich wenn wir mit ihr spielen und heut Nacht hat sie alles was sie finden konnte auf ihren Platz geholt und die Zeitungen zerfleddert.
Spielen ist schon mal gut und auch sehr wichtig, es fördert die Bindung.
Wo schläft sie nachts?
Stellt den Schlafplatz bitte neben euer Bett, ans Kopfende, damit sie sich nicht einsam fühlt.
Junge Hunde machen gerne was kaputt, das gehört dazu.
Gestern als mein Freund die Tür aufschloss knurrte sie ich denke das war ihr Wachinstinkt;)
Doch heute Nacht ging er ins Wohnzimmer wo sie liegt um etwas zu trinken und sie knurrte ihn richtig an. Hörte auch nicht auf als er sie ansprach und die Hand hinhielt...
Er hat sie dann irgendwann ignoriert und ging wieder ins bett.
Dieses Verhalten hat noch nichts mit Wachinstinkt zu tun, sie ist sehr unsicher und noch ängstlich.
Sie kennt euch noch nicht, genauso wenig ist sie mit den Geräuschen vertraut (Schlüssel umdrehen).
Wie gesagt:
Stelle ihren Schlafplatz neben das Bett, dort wird sie sich sicherer fühlen.
Wenn sie alleine im Wohnzimmer ist und plötzlich kommt da jemand in den Raum, den sie eigentlich nicht kennt, bekommt sie Angst und warnt durch Knurren.
Sie ist mit der Situation überfordert gewesen, weil sie alleine und auf sich gestellt war.
Seid geduldig mit ihr und gebt ihr Zeit, sich an alles laaaangsam zu gewöhnen.
Ihr Verhalten ist absolut nicht ungewöhnlich oder besorgniserregend.
In dem Alter ist es, ich wiederhole mich, nicht selten und hinzu kommt, dass sie gerade erst eingezogen ist.
Stell dir vor, dich setzt jemand in China aus, du kennst niemanden, der dir hilft und du verstehst die Sprache nicht.
Alles ist neu, andere Sitten, andere Gewohnheiten, Menschen, die dich nicht verstehen.
Weg von deiner Familie, den Freunden und Geschwistern, so fühlt sich euer Hund.
Dann kommt plötzlich nachts jemand in dein Zimmer und will nur was trinken.
Wie würdest du dich fühlen?
Ich hoffe auf Hilfe denn sonst müssen wir sie wohl schweren Herzens wieder abgeben:(
Warum denn nach zwei Tagen ans Abgeben denken?
Na, ihr habt ja eine Geduld.
Es ist ein Lebewesen, was auch Ängste haben und zeigen darf.
Schraubt mal eure Erwartungshaltung herunter, versucht bitte, euch in die Hündin hineinzuversetzen, dann klappt es auch.
Bedrängt sie nicht, lasst sie in Ruhe ankommen, spielt mit ihr, lasst sie bei euch schlafen.
Was sagt die Züchterin zu euren Sorgen?
Habt ihr es geplant, in eine Hundeschule zu gehen?
Nun lasst den Kopf mal nicht hängen, das wird schon, gebt ihr Zeit.
Gruß
Leo