Buck und die Schneeräummaschine 28.01.2005
Es war 5 Uhr morgens und wir verließen das Haus zum allmorgendlichen unter der Woche Gassigang. Hurraaaaa, es hatte geschneit, zwar nicht viel, aber genug um
die sonst so dunklen Gassen und Wege zu erhellen. Deshalb entschied Frauchen
schon um diese Uhrzeit durch die Gärten und Felder zu laufen. Wir bogen am alten
Friedhof ein und liefen an der Friedhofsmauer entlang. Auf einmal kam ein lautes
Ungetüm auf uns zu. Es war ein Schneewegräumfahrzeug, das den Weg vom
Schnee befreite und ekliges Salz streute. Na toll. Wir wollten doch durch den
Schnee stapfen und nicht auf Pfotenunfreundlichem Salz und geräumten Weg
laufen. Also bogen wir die nächste Möglichkeit ab. Da stand dann plötzlich schon wieder das Schneeräumauto mit laufendem Motor und daneben stand der Fahrer
der genüsslich in den Schnee pinkelte. Der bemerkte uns überhaupt nicht weil er beim pinkeln in den Himmel starrte und das Motorgeräusch übertönte unsere Schritte. Wir kamen näher und näher aber der ließ sich nicht stören. Er pinkelte fröhlich weiter. Bei Männern dauert das ja immer ewig bis die fertig sind.
Das weiß ich von meinem Herrchen. Anstatt die sich das einteilen würden, so wie ich, dann könnten die viel mehr Stellen markieren. Als wir dann fast direkt nebem
dem Fahrzeug entlang liefen, bemerkte uns der Mann. Er war wohl etwas erschrocken und sagte nur: warten sie bitte, ich fahre sofort weiter, lassen sie mich erst durch. Denn sonst hätten wir uns zwischen Gebüsch und
Schneeräumer durchquetschen müssen. Dann endlich fuhr er weg und er ließ
sogar den Schnee liegen auf diesem Weg, weil der nicht mehr zum Friedhof
gehört. Wir blieben stehen und ließen ihn weiterfahren. Dann wollte Frauchen
weiter laufen, aber ich zog sie zurück und ging direkt zu der Stelle wo der man
sein Geschäft erledigt hatte. Ich ließ es mir natürlich nicht nehmen seine
Markierung gleich zu überschreiben. Also, Beinchen hoch und weg waren seine
Markierungen. Weil das lasse ich mir nicht bieten, das da einfach fast mitten in der Nacht einer kommt und meine Stellen markiert. Ich bin der Markierungschef vom
Dienst und nicht der Typ mit seinem großen Ding, seinem Schneeräumauto.
Wir gingen dann weiter und genossen die frühe Morgenstunde im Schnee.



