Buck´s Sommerurlaub am Walchsee 23.7. – 29.7.04
Freitag 23.07.04 trüb / Gewitter / Regen, dann Sonne satt und warm
Es war wieder soweit, mein Koffer war gepackt und ich wußte genau wann es losgehen würde mit der Abfahrt in den Sommerurlaub. Um 5 Uhr in der früh wollte Frauchen mit mir Gassi gehen, aber da spielte ich nicht mit, denn ich hatte Angst das sie vielleicht doch noch ohne mich fährt. Aus genau diesem Grund blieb ich demonstrativ neben unserem Auto stehen und ging keinen Schritt mehr weiter. Wir blickten uns an (also Frauli und ich) es war sofort geregelt, das wir somit sofort losfahren würden. Diesmal wurde ich sogar angeschnallt und auch noch von 2 Seiten, was mich aber zunächst nicht störte. Doch dann nach ein paar Stunden hatte ich das Bedürfnis mich zu drehen und schon war das Chaos perfekt. Ich verhedderte mich total und konnte nur noch so sitzen, daß ich an die Rückbank gequetscht wurde. Ich fummelte auch noch mit der Pfote in dem Leinenwirrwarr rum, aber das half nichts. Natürlich kam weit und breit kein Parkplatz, wo Frauchen mich hätte befreien können. Entweder sie ist einfach dran vorbeigerauscht oder
es gab tatsächlich weit und breit keinen.
Es muß echt bescheuert ausgesehen haben wie ich da so an der Rückbank klebte wie eine Flunder in der Pfanne. Beim nächsten Parkplatz wurde ich dann entfaltet und neu angegurtet. Das ganze wiederholte sich dann noch einmal und wieder war eine Entfesselungsaktion angesagt.
Nach genau 5 Stunden kamen wir dann gesund und munter am Walchsee an und wir wurden winkend vom Empfangskomitee begrüßt, das schon einen Tag früher anreiste (Taya,Sally,Alaska,Marianne,Holger,Nasti und Laura).Was für ein Empfang, ich kam mir vor wie King Lui persönlich. Leider war das Wetter sehr schlecht. Es schiffte wie irre und es donnerte und blitzte, so daß unser 1. Spaziergang noch warten mußte, genau wie meine Hütte in der ich wohnen sollte. Die war nämlich noch nicht fertig und ich wurde erstmal in der Hütte von meinen Kumpels untergebracht. Allerdings mußte ich ins Separee, weil ich nicht mit Alaska in einer Hütte zusammen sein kann, weil er ja auch ein Kerl ist. Es donnerte noch eine ganze Weile und unsere kleine Taya war völlig durch den Wind, weil sie so schiss hatte vor dem donnern. Sie pinkelte sogar vor Angst in die Hütte. Draussen schiffte es immer noch, aber das war Frauli mal wieder egal. Ich musste gassigehen ob ich wollte oder nicht. Am mittag dann machten wir alle einen großen Spaziergang bei Sonne und Hitze, aber zum Glück gabs unterwegs viele Möglichkeiten sich abzukühlen und zu planschen. Wir kamen an einem Bauernhof vorbei wo es aus einem Fenster heraus grunzte. Ich war wie immer neugierig und wollte wissen was da so grunzt. Also stellte ich mich auf die Hinterbeine und legte die Vorderbeine auf den Fenstersims und steckte meine Birne durch das Gitter und dann konnte ich sehen was da so grunzte. Es waren viele leckere werdende Schweinesteaks. Schweine hinter Gittern also. Nach dem Spaziergangs gings ins Strandcafe und dann zurück in die Hütte. Ich war ziemlich k.o. von der Hitze, aber mein Frauli mal wieder nicht. Also lieh sie sich ein Fahrrad und radelte noch ein bißchen. Ich durfte aber in der Hütte bleiben und mich ausruhen.
Am abend waren wir dann noch mal über 1 Stunde auf Tour und genossen den lauen Sommerabend. Und das schönste war als ich einer Westidame begegnete die ich auf Anhieb sehr mochte. Ich schwänzelte um sie herum und fand sie einfach zauberhaft. Das Frauchen von der kleinen weißen Maus sagte: das sie bald soweit sei. Da war Frauli klar warum ich so nett zu ihr war, denn sie sollte bald eine heiße Braut werden. Leider mußte ich dann weitergehen und es war vorbei mit dem abendlichen extremturteln. Leider habe ich sie dann nicht mehr wiedergesehen.
Samstag, 24.7.04 Regen und sehr schwül
Unser Frühgassigang begann bereits kurz vor 8 Uhr. Wir liefen durch die
Schilfflandschaft am See. Plötzlich stand ein Herrenloser Hund hinter mir. Ich drehte mich um und packte ihn gleich im Genick. Ich war mal wieder schnell wie ein Blitz und Frauchen konnte meine Attacke nicht mehr verhindern. Ich verpaßte ihm eine kleine Abreibung und dann zog er artig davon. Von da an ließ er mich infrieden. Er begegnete mir noch mehrmals,
im laufe der Urlaubswoche, aber er hielt brav Sicherheitsabstand.
Später machte wieder das ganze Rudel einen kompletten Seerundgang mit vielen Wasserplanschereien. Sogar die kleine bisher wasserscheue Taya
stürtzte sich in die Fluten, oder eher sie wurde reingelockt. Wir kamen dann gerade noch rechtzeitig wieder in die Hütte, als es begann wieder zu regnen.Dann hatte ich erstmal Ruhepause die ich verbotenerweise im Bett genoß. Das Wetter blieb leider regnerisch, so daß nur am nachmittag noch eine Stunde Gassigehen angesagt war.
Sonntag, 25.7.04 bewölkt / kühl / später Sonne pur und sehr warm
Als ich an diesem morgen zum Gassigang gehen wollte, erblickte ich eine Katze (Simba) die ums Haus schlich. Ich wollte ihr hinterher und warf dabei einen großen Blumentopf um. Zum Glück ging der nicht kaputt, sonst hätte ich wohl Ärger bekommen. Frauchen hatte Simba schon oft auf dem Arm und schmuste ausgiebig mit ihm. Eine Unverschämtheit. Ich wurde einfach angebunden damit Frauli den Kater betatschen konnte.
Nach dem Frühstück marschierten wir los um 2 Almen zu erklimmen. Die Sonne knallte und es war verdammt heiß, aber auch an diesem Tag fanden wir genug Wasserstellen um unsere Pelze zu kühlen. Ich fand auf einer Weide eine prall gefüllte Badewanne und schwupps ich sprang einfach rein. Ach was war das herrlich. Die 2beiner lachten sich halb kaputt über mich.
Nach 1 ¼ Std. erreichten wir die Lippenalm 961 m. Dann gings weiter über einen steilen Bergpfad mitten durch eine Kuhweide, wo wir dann auch bald die Raineralm 872m erreichten. Taya das alte Ferkel hockte sich volles Rohr in einen frischen Kuhfladen rein, da hat sich ihr Frauchen ganz dolle gefreut. Der Rückweg gestaltete sich sehr schwierig. Der Weg war nass,klitschig und sausteil. Das war vielleicht eine Gaudi.
Frauli hatte mich am Bauchgurt (wie immer bei Wanderungen) und ich zog auch noch wie Depp, was natürlich ihr den Abstieg noch erschwerte. Wir haben es dann aber doch noch ohne Sturz geschafft. Allerdings rutschten Laura und Nasti aus. Laura versaute sich die Schuhe total und Nasti rutschte auf ihrem Hintern ein Stück den Schlammberg hinab. Das war ne Gaudi. Nastis Hose war hintenrum total braun, das sah aus als hätte sie sich total vollgekackt. Die anderen 2beiner konnten sich kaum mehr halten vor lachen. Wir Hundis sahen allerdings auch nicht viel besser aus. Voll vermatscht. Als wir dann wieder im Dorf ankamen nahm ich noch ein Bad
im Dorfbrunnen vor den Augen vieler Menschen, was einige wohl nicht so witzig fanden. Am anderen Ende des Brunnens spielten Kinder und eine Oma sagte: jetzt darfst du das Wasser aber nicht mehr in den Mund nehmen, das ist jetzt total unhygienisch. Das verstand ich gar nicht, weil ich bin doch nicht giftig, bin doch kein Brunnenvergífter. Nach genau 5 Stunden
kamen wir alle wieder in der Hütte an.
Montag, 26.7.04 bewölkt / Sonnewolkengemisch / warm und dann kalt
An diesem morgen machte ich mit Frauli die erste Runde bereits um 7:15 Uhr, während der Rest des Rudels noch im Tiefschlaf war. Um 11Uhr gings dann endlich los zum lustigen Almenerklimmen. Diesmal stand die Ottenalm 965m auf dem Programm. Aber so lustig wie am Tag zuvor war es leider nicht, denn das Wetter war sehr seltsam. Erst war es sauwarm und dann saukalt. Wir kehrten erst in der Riederalm 900m ein und ich hatte einen prima Sitzplatz von wo aus ich die Ziegen beobachten konnte. Die waren aber glücklicherweise hinter einem Zaun. Somit konnte mir keine dieser Ziegen die Hörner auf meine Birne schlagen.Dann gings weiter zur Ottenalm.
Frauchen band mich etwas abseits an, weil nur da noch ein Schattenplätzchen für mich war. Am Tisch vor mir saß ein netter Mann der mir ein Stück Fleisch gab. Ich hab ihn dann angeheult und gejault und hab ihm meine Pfote auf seine Hand gelegt, damit er mir noch was gibt. Aber er hatte leider nichts mehr. Aber immerhin gab er mir reichlich Streicheleinheiten. Dann gings wieder zurück ins Tal zur Mittagsruhe. Aber wie immer hat mein Frauchen Hummeln im Hintern und sie schnappte mich kurzdrauf wieder und ging mit mir zum See, wo ich dann schwimmen durfte.
Ich hab mich voll gefreut, ich bin über die Wiese gerannt wie ein Irrer
(halt nur so wie es meine 5 Meter Leine zuließ), und dann ins Wasser gehüpft, dann wieder raus und durchs Schilff gerast, dann wieder rein ins Wasser. Danach sah ich wieder aus wie ein Dreckschwein, weil der Uferrand
sehr schlammig ist. Also mußte ich dann noch mal in den angrenzenden Bach und auch noch mal durch den Dorfbrunnen laufen, damit ich wieder richtig sauber wurde.
Da ich schon seit 4 Tagen fleißig am wandern bin, gab es an diesem Tag ein besonderes Leckerbissenfutter. Frauchen brachte mir aus dem Supermarkt
frische Hähnchenherzen mit, die sie abkochte und in mein Dosenfutter mischte. Das war verdammt lecker, mmmmhhhh. Jetzt hab ich die Kraft der 20 Herzen oder so. Den Rest des Tages durfte ich relaxen, nur am späten abend gingen wir noch ne kleine Runde um die Ecken.
Dienstag, 27.7.04 Regen und sehr frisch
Schon bevor ich aus dem Fenster sah, wußte ich das in Strömen regnete, denn es war nicht zu überhören. Wir waren mal wieder als erster vom Rudel wach und liefen schon in aller Frühe unsere Runde. Um halb neun schaute Frauchen ob die anderen schon wach waren, aber das war leider nicht so.
Alle 4 Zweibeiner und alle 3 Vierbeiner schliefen wie die Murmeltiere. Um 9:30 schaute Frauchen wieder nach, aber immer noch sah sie nur tief schlafende. Wir beschlossen dann aus lauter Langeweile noch eine Runde zu laufen, aber welch ein Wunder, als wir an der Tür der anderen vorbeikamen,
kamen doch tatsächlich Marianne und Holger samt Taya,Sally und Alaska total verpennt aus der Bude. Somit gingen wir gemeinsam die Frührunde
(meine zweite)
Am Nachmittag brachen wir auf um zum Zahmen Kaiser zu wandern, aber der starke Regen machte uns einen Strich durch die Rechnung. Wir gingen an einem Wildgehege vorbei, was mich mal wieder total erregte. Ich zog wie ein Stier an der Leine und das ist beim bergab laufen für Frauchen gar nicht so lustig. Aber das war mir total egal (wie immer in solchen Situationen) Wir fuhren dann zurück in die Hütte wo sich die anderen ausruhen wollten (ich fragte mich von was). Nur mein Frauchen hatte mal wieder Hummeln im Hintern. Seltsamerweise regnete es im Ort gar nicht,
und deshalb marschierte Frauchen gleich wieder mit mir los, bevor sie einen Budenkoller erleiden würde. Wir liefen eine komplette Seerunde und die Sonne begleitete uns fast die ganze Zeit. Wer hätte das gedacht, wo es doch im Nachbar Ort schüttete wie aus Eimern. Als wir dann wieder in der Hütte ankamen, war auch der Rest des Rudels wieder bereit um etwas zu unternehmen. Wir fuhren mit dem Auto nach Kössen und wollten den Unterberg besteigen, aber leider lahmte Sally und wir liefen ihr zu Liebe einen kleinen flachen Weg durch ein Tal. Nach der kleinen Tour gabs einen Einkehrschwung in der Kaiseralm. Kurz drauf fuhren wir zurück und ich hatte endlich auch mal meine Ruhe, vor meinem laufsüchtigen Frauli.
Mittwoch 28.7.04 Nebel / Wolken / kalt
Wir hofften auf schönes Wetter, aber ein Blick in die Ferne machte unsere Hoffnung zu nichte. Von Sonne keine Spur, statt dessen lag das ganze Tal in tiefem Nebelschwaden und es war gemein kalt. Zum Glück verschwand der Nebel dann und die Sonne drückte sich durch. Um 10 Uhr brachen wir bereits auf um unser letztes Etappenziel zur Erreichung der bronzenen Wandernadel zu ergattern. Wir fuhren ein Stück mit dem Auto nach Durchholzen und stiegen dann 1 Std. steil Bergauf zum Gasthof Zahmer Kaiser. Hurrrraaaa, endlich hatten wir unsere 4. Alm erklommen und der Wanderpaß hatte nun 4 Stempel. Die Wandernadel war uns also sicher. Dann gings wieder hinab ins Tal und wir fuhren zur Sommerrodelbahn. Frauchen und die Kidds rodelten ein paar mal und ich wartete mit den anderen am Auto. Danach gings gleich zum Tourismusbüro wo wir unsere bronzene Wandernadel stolz in Empfang nahmen.
Gleich im Anschluß fuhren wir nach Kössen zum Unterberg. Eigentlich hatten wir vor auch da hinauf zu wandern, aber es gab 2beiner die streikten. Also fuhren wir alle mit der Gondel hinauf. Die Gondel fuhr aber nicht bis ganz nach oben und wir mußten noch eine gute halbe Stunde bergauf kraxeln. Wir erreichten eine Hütte auf 1.700m. Da oben war es verdammt kalt und ziemlich windig, aber trotzdem war es herrlich da oben. Dort oben lagen und standen überall Kühe auf den Bergwiesen. Die liefen dort frei rum und so manche Zweibeiner hatten wahnsinnige Schiss vor den Kühen. Wir Hundis
haben uns aber alle brav verhalten und haben die Kühe nicht erschreckt.
Dann stiefelten wir wieder runter bis zur Bärenhütte. Von da aus ging es wieder in die Gondel und wir fuhren nach unten zurück ins Tal. Wir waren dann erst gegen 17 Uhr wieder in der Hütte. Das war ein langer Tag für uns alle. Aber ich glaube der schönste und leider auch unser letzter.
Aber nächstes Jahr an Ostern werden wir wieder am Walchsee sein, das steht schon heute fest. Und dann wird unser Ziel die silberne Wandernadel sein. Bis dahin muß aber so mancher 2beiner noch viel üben, das ist sicher.
Donnerstag, 29.7.04 / wolkenlos und Sonne
Ich dachte ich spinne als mich Frauli am morgen um 5:10 Uhr aus dem Nest
jagte. Sie packte noch den Rest Gepäck zusammen, ging mit mir eine Minirunde und um punkt 5:30 Uhr starteten wir in Richtung Heimat, bei bitterkalten 8 Grad !! Die anderen vom Rudel lagen noch im Koma. Sie müssen sich immer erst ausschlafen die Schlafmützen und sie müssen immer erst noch Frühstücken die Fresssäcke vor der Abfahrt und sie müssen auch immer voher noch einkaufen die Kaufsüchtigen, bis sie endlich bereit sind, den Heimweg anzutreten. Wir Frühaufsteher hatten 510 km freie Fahrt und waren somit in genau 4,5 Std. wieder zu Hause im stinkigen Frankfurt (also bereits um 10 Uhr früh). Die Langschläfer sind dann auch nach Stunden endlich wohlbehalten um 16 Uhr in der Weltstadt Offenbach angekommen.
E N D E




