Nimue hat geschrieben:
Mich nimmt das alles etwas mit, weil obwohl ich Stella nur noch selten sehe, ich an dem doofen Tier doch sehr hänge und ich von ihrer Bissattacke ziemlich geschockt war. So kannte/kenne ich sie einfach nicht...
Man kann in den Kopf eines Hundes nicht reingucken ... sie wird ihre Gründe gehabt haben und möglicherweise werdet Ihr nie dahinterkommen, warum sie so heftig reagiert hat.
Unser treudoofer, feiger Sean (42kg) hat auch mal den Minihund (6kg) der Nachbarn gepackt, geschüttelt und fortgeschleudert, weil dieser völlig unpassend gerade in dem Moment kläffend über den Hof rannte, als Sean sein Leckerchen verspeiste.
Folge: Minihund war am Bauch heftig perforiert worden und musste genäht werden.
Hätte auch nie gedacht, dass Sean so böse reagieren kann ... aber passiert ist passiert. Ich habe die Nachbarin danach zum TA gefahren (zur Behandlung und auch später zu den Nachkontrollen) und alle Kosten übernommen. Seitdem sind wir zwar vorsichtiger geworden, aber das nachbarschaftliche Verhältnis hat gottseidank nicht gelitten - sicherlich auch, weil ich gar nicht erst lange rumdiskutiert habe. Es war ein unglückliches Zusammentreffen, der kleine Hund hörte auch nicht aufs Rufen, aber Sean war leider der Stärkere und zudem extrem futterneidisch.
Ehrlich: einfach zum Hund und seinem (vermeintlichen Fehl-)Verhalten stehen, die Kosten übernehmen und keinen Akt draus machen. Kinder werfen auch mal ne Fensterscheibe ein - was willste da groß rumdiskutieren?
Steht zu den Taten Eures Hundes, weint ein paar Tränchen, versprecht Wiedergutmachung und zeigt Reue; das wollen die Leute hören, sie sind glücklich und zukünftiger Streß wird so vermieden. Das Übernehmen der TA-Kosten steht sicher nicht zur Diskussion.
Die Versicherung wird wohl nur die Hälfte der Kosten erstatten, aber egal - verderbt es euch nicht mit den Leuten in eurer Umgebung.
Anschließend Maßnahmen ergreifen, um eine Wiederholung zu vermeiden: Hundetrainer, Hundeschule oder vielleicht sogar -wenn die Geschädigten wohlwollend und nicht allzu nachtragend sind - mithilfe des geschädigten Pinscher-Besitzers.