Ja, aber kann man das so Rasseübergreifend sagen?
Vom Phänotyp würde ich jetzt so einige Hunde bzw, vorallem auch verschiedene Hunde ansetzen.
Kommt eben drauf an in welchem Bereich und was ich so brauche.
Wenn ich z.b. einen Nackhund habe, habe ich die erhöhte Körpertemperatur, eine wunderbar zarte Haut, welche aber auch für die meisten, wenn man daran denkt einen Hund zu streicheln und dann sich überlegen er ist aber ganz nackt, eine totale Überraschung darstellt.
Und somit ernore Sinnenserfahrungen darstellt.
In etwa wie bei einer Schlange, bei der man sich ja "generell" vorstellt sie sei feucht und eher glitsig. Etwas ganz warmes und trockenes, leicht schuppiges aber doch seidiges erwartet man irgendwie doch meistens nicht.
Das sind so Erfahrungswerte die ich suuuuper Interessant finde, denn es "erweitert" etwas.
Genauso wie die meisten sagen sie würden keinen Irishen Wolfshund für die Arbeit einsetzen.
Ich würde es tun. Gerade um dem "großer böser, schwarzer Hund" (okay ein wheaten-Exemlar mal ausgeschlossen

) entgegen zu wirken und mir vorallem die Sanftheit und freundlichkeit des Hundes zu Nutzen machen.
Kleine und/oder leichte Hunde sind sehr schön für die Arbeit in Alten und Pflegeheimen weil sie eben auch auf den Schoß oder auf auf ein Bett gehoben werden können ohne das sie wie ein "dicker" Labbi die Beine abquetschen und alles vollsabbern
Dann kommt das Wesen dazu. Also rassespezifische Eigenheiten und Merkmale, sowie eben Charaktertypische Sachen.
Generell das an einer Rasse festmachen und sagen: alle XY sind geeignet halte ich für Fahrlässig und Unseriös.
Aber ich kenne eine menge Leute die das so machen und ganze Würfe als das verkaufen...
Und ob sich ein Hund der eher, vom Wesen distanziert verhält, besser eignet als ein Hund der vom Wesen eher extrovertiert und Kontaktfreudig ist, sei dahin gestellt. Das sieht doch eh jeder anders - vorallem wie man sieht auch von jeweiligen Aufgabengebiet her.
Fakt ist allerdings das ich aus einem eher distanzierten Hund der nur sehr langsam Auftaut, kann ich keinen freudig-fröhlichen-kontaktfreudigen Hund machen kann!
Aus einem freudig-fröhlichen-kontaktfreudigen kann ich allerdings mittels Ausbildung einen machen der sich in gewissen Situationen zurück zunehmen weiß!
Der Distanzierte, wird aber nicht Anfangen sich mittels irgendwelcher Ausbildungsmethoden vor Fremden Menschen zu äußern.
Er bringt das einfach nicht mit.
Was ich tun kann, ist soweit mit ihm zu arbeiten das es kein Problem ist das er etwas gelassener in der Anwesenheit von Fremden ist und diese z.B. nicht mehr soo arg als Bedrohung z.B. ansieht.
Ob so ein Hund allerdings jemals wirklich Freude und Spass an einer Arbeit entwickelt, vermag ich nicht zu sagen.
Und für mich ist es das wichtigste überhaupt: der Hund sollte Spass, Freude und Sinn in der Arbeit sehen!
Einem Hund das aufzubürden nur weil ICH in dem bereich arbeite, ihn mitnehmen und einsetzen will und gerne in dem Bereich arbeiten will, finde ich sehr egoistisch.
Für mich ist die Frage der Rasse mittlerweile eine sehr zentrale für diese Arbeit geworden. Denn ich denke es kommt auf sehr viel mehr an als eine Anpreisung von Leuten.
Und vorallem auch auf meine Persönlichen Vorlieben.
Klar hätte ich mir einen Goldi anschaffen können - ich mag Retriever auch sehr gerne und habe lange mit ihnen gearbeitet, aber für mich ist es nicht mehr DER Hund.
Ergo wäre es für mich nur ein halber Spass gewesen einen Retriever zu nehmen.
Andere lieben den Aussie, ich habe mich Aufgrund einiger Rassetypischen Eigenheiten und weil er für mich eh nur ein "Notnagel" gewesen wäre (weil ich insgeheim immer lieber einen BorderCllie wollte, mich aber nicht getraut habe) gegen den Aussie entschieden.
Aber ich kenne Leute die diese Hunde sehr erfolgreich in der Tiergestützten einsetzen.
Wiederum aber auch Erfahrungsberichte wo es erst klappte und wenig später nicht mehr oder von Anfang an gar nicht.
Ob man nun sagen kann er sei geeignet es gibt nur welche die eben nicht (Individuelle Sachen) oder ob man sagt sie sind nicht geeignet generell nur sind eben einige, Individuell eben doch einsetzbar.
Eben die Frage nach dem Glas: halbleer oder halbvoll?
Und es gibt auch Hunde, wie oben weiter beschrieben die gehen von alleine so sensibel und ruhig mit manchen Situationen um. Aber auch Hunde die schaffen es nichtmal mit einer halbwegs guten Ausbildung
In dem Fall ist das natürlich SUPER, man kann aber auch genausogut sagen: es hätte dermaßen in die Hose gehen können!
Weil Hund eben nicht drauf vorbereitet wurde... das ist so ein Drahtseilakt.
Fazit ist für mich:
1. Individuelle Vorlieben des Halters gemischt mit Rassespezifischen Eigenheiten und dem Wissen darum (Infos sammeln, Leute und Züchter mit den Rassen treffen, anschauen, ausfragen. Erfarungsberichte suchen nach Hunden der Rassen im Bezug auf die Tiergestützte Arbeit oder ob man "Vorreiter" wäre etc.)
2. Geschaut in welchem Bereich der Hund einzusetzen wäre und mit dem Punkt eins eben in Zusammenhang gebracht und abgewägt zuwerden.
3. Schauen ob man das Wagnis Welpe oder das Wagnis erwachsener "Secondhandhund" eingeht.
4. Elterntiere und ggf. die Linie anschauen was für Merkmale sind dort Vorherrschend? Siend die Elterntiere, Geschwister, Verwante evtl. sogar schon eingesetzt worden?
5. Prägung und Sozialisation beim Züchter (gut drauf achten wie Sorgfältig da vorgegangen wird ggf. nach speziellen Zusätzen fragen) und Weiter und Nachsozialisation bei einem Selbst, seeeeeehr sorgfältig ausfallen lassen.
Beim erwachsenen Hund so viel wie Möglich über seine geschichte erfahren um Vorbereitet zu sein ggf. eben sorgfältig Nachsozialisieren.
6. Ausbildung, sorgfältig und Langsam auf alles Vorbereiten was dem Hund eben Begegnen wird und eben auf das was von ihm erwartet wird.
Kommt ja immer auf den jeweiligen Bereich an.
Ggf. eben eine Aus und Weiterbildung extern machen.
7. und vorallem sich selbst Fit machen in dem jeweiligen Einsatzbereichen aber auch in Sachen Tier bzw. Hundgestützte Arbeit -> Fachliteratur
Das wäre so der Weg den ich empfehlen würde.
Nina
"Ja ich hab oft das letzte Wort - aber mal ehrlich, was kann ich dafür wenn du nichts mehr zu sagen weißt und keine Argumente mehr hast?"
Die Rocking Dogs sind in der "FOTOGALERIE DER USERHUNDE" auf Seite 13.