Unilein hat geschrieben:Ist das, was ihr teilweise empfohlen habt, bei euch auf den Hundeplätzen wirklich Gang und Gäbe? Also in kleinen Schritten aufbauen, nicht endlos lange mit dem (Anfänger-)Hund bei Fuß laufen, dem Hund genau zeigen, was er machen soll?
Für die Teams, die bei mir trainieren - JA.
Ich trainiere so. Wer anders trainieren will, soll sich einen anderen Trainer suchen.
Zu BH-Trainingszeiten habe ich auch mit allen Teams die gleichen Übungen gemacht - aber nicht im Gänsemarsch hintereinander, sondern jeder für sich auf dem Niveau, auf dem Hund die Übung konnte.
Zur Zeit mache ich nur Obi-Training - und da sind die Teams ja noch viel "gemischter" was das Niveau anbelangt. Das reicht zur Zeit vom Junghund mit etwa 8 Monaten bis zum O3-Hund. Wobei meine Obi-Gruppe sich gerade stark dezimiert - zwei haben aufgehört, da sie "hauptamtlich" VPG trainieren und es ihnen zuviel wird, eine zieht weg, eine muss jetzt erst mal zeitweilig pausieren bis zum Herbst ......... mal sehen.
Dass man sich die Zeit nimmt, dem Hund das ohne körperliche Einwirkung in Ruhe zu erklären, das geht doch während der Gruppenarbeit gar nicht.
Doch, geht. Dann dürfen aber die Gruppen nicht zu gross sein und es sollte nicht das "15 Hunde im Gänsemarsch hintereinander"-Training sein.
Wie sieht das denn bei euch praktisch aus?
Praktisch sah das bei meinen BH-Teams immer so aus, dass ich sozusagen die Übung vorgegeben habe - und dann jeder auf dem Niveau, auf dem er und sein Hund waren, trainiert hat. Ich habe mir die Übungen dann von jedem einzeln zeigen lassen - und entsprechend was dazu gesagt.
Teilweise habe ich die Übungen auch einzeln vorführen lassen und der Rest der Gruppe schaute zu.
Wenn wir Anfänger dazu bekamen, "durfte" immer einer der "Fortgeschritteneren" mit seinem Hund den Übungsaufbau zeigen.
Klappte speziell Sitz und Platz bei den "Neuen" dann auch, sprich waren die Teams diesbezüglich auf einem annähernd gleichen Niveau, haben wir zwischendurch auch mal kleine Spielchen gemacht - so ne Art "Wer hat Angst vor'm schwarzen Mann" oder ne abgewandelte Form der "Reise nach Jerusalem" (anstatt Stühlen war es dann halt jeweils "der letzte Hund der sitzt/liegt/steht" ...).
Oder auch mal so kleine Übungen wie den Slalom aus der O2 - mit oder ohne Leine und evtl. einen Löffel mit Plastik-Ei oder ein Glas Wasser in der Hand.
Aber das dann natürlich schon bei Teams, die etwas fortgeschrittener sind.
WOBEI ich von Anfang an klarstelle, dass es einen dezenten Unterschied zwischen "Alltags-Leinenführigkeit" und "Prüfungs-Fuß" gibt. Die Fußarbeit, die ich in der Prüfung bei meinen Teams sehen will, taugt nicht für den Alltag. Zumindest nicht, wenn die Teams vorhaben weiter Hundesport in Richtung VPG, Obi, THS-VK, .... zu machen.