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Barf nach Ammoniumuratstein

Alles rund ums barfen und der Frischfütterung

Moderator: DF-Mods

Barf nach Ammoniumuratstein

Beitragvon Joco und Co » 14.01.2012 14:41

Tag zusammen,
nun brauche ich dringend die Hilfe der Ernährungsexperten.

Wie Ihr wisst, wurde Atti ja vor einem halben Jahr von einem Gos D'atura auseinander genommen mit der Konsequenz, dass der Halter des Gos Atti massiv schlug und trat.
Das Röntgenbild zeigte u.a einen Bruch des Penisknochens und eine Zufallsdiagnose, ein Ministeinchen in der Blase.

Die Urinuntersuchung ergab einen Ammoniumuratstein, eigentlich eine typische Dalmatinerkrankheit.

Die Fachtierärztin wollte mir natürlich direkt das RC Futter urinary oder so andrehen, wovon ich Abstand nahm.
Mit unserer TÄ und THP stellten wir einen Futterplan zusammen, der deutlich phosphatreduziert war, d.h. die Fleischmenge wurde reduziert, ausgleichend gab es Hüttenkäse oder Quark, dazu Gemüse, Kartoffeln und homöopathische Mittelchen.
Nach 3 Monaten war der Stein weg, ohne dass Atti medikamentös behandelt wurde.

Ich kontrolliere nun den Ph-Wert des Urins und der liegt 3 - 4 Stunden nach dem Fressen zwischen 7 und 8.
Da bin ich nun unsicher, denn das Labor schrieb, er solle zwischen 6 und 6.5 liegen.

Die Futtermenge ist wie folgt:2 x täglich gibt es was zwischen die Zähne :smile: Die Mengenangabe ist pro Mahlzeit
100 gr. Muskelfleisch oder Mischfleisch (Rind, Pute, Huhn ohne Haut)
130 gr Hüttenkäse
Gemüse (Möhren, Fenchel, rote Beete, bohnen etc)
oder Obst und
Kartoffeln. Die wiege ich nicht ab, sondern gebe nach Augenmaß und figurmäßig ist das ok.
Dazu kommen Öle, (Arganöl, Leinöl oder Rapsöl)
Eierschalenkonzentrat,
einmal wöchentlich gibt es grünen Pansen

Atti wiegt 27 kg.

Ist das ok?
Irgendwie bin ich unsicher, da auch die Angst vorhanden ist, es kann ein Rezidiv geben.

Ach ja, noch was. Die Blutwerte waren alle in Ordnung, es gab keine Abweichung von der Norm
Viele Grüße
Conny mit Dago und Atti

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Re: Barf nach Ammoniumuratstein

Beitragvon Samojana » 14.01.2012 16:31

Joco und Co hat geschrieben:Ich kontrolliere nun den Ph-Wert des Urins und der liegt 3 - 4 Stunden nach dem Fressen zwischen 7 und 8.
Da bin ich nun unsicher, denn das Labor schrieb, er solle zwischen 6 und 6.5 liegen.


Lt. M/Z sollte der Harn PH bei Uratsteinen knapp über 7 liegen. Lt. Dillitzer zur Auflösung der Steine zwischen 6,5 und 7,2.
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Re: Barf nach Ammoniumuratstein

Beitragvon Marula » 14.01.2012 20:37

Wenn ihr bei der Fütterung den schon vorhandenen Stein aufgelöst hat kann es ja so verkehrt nicht sein. Ich würde es im Auge behalten und erst dann was ändern, wenn sich wieder Kristalle zu bilden beginnen. Da kann man ja immer mal ne Urinprobe überprüfen lassen.

Ansonsten gibt es auch so eine Paste die man übers Futter machen oder dem Hund ins Maul eingeben kann (wenn er sie so nicht frisst - aber die alte Katze meiner Eltern hat die ganz gern genommen). Die säuert den Harn an. Der Name ist mir grade entfallen... Uropet oder so? Kannst ja mal deinen TA oder THP fragen ob sowas eine Möglichkeit wäre falls es nötig wird den Harn weiter anzusäuern.
Marula
 
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Re: Barf nach Ammoniumuratstein

Beitragvon Rittho » 14.01.2012 22:08

Samojana hat geschrieben:
Joco und Co hat geschrieben:Ich kontrolliere nun den Ph-Wert des Urins und der liegt 3 - 4 Stunden nach dem Fressen zwischen 7 und 8.
Da bin ich nun unsicher, denn das Labor schrieb, er solle zwischen 6 und 6.5 liegen.


Lt. M/Z sollte der Harn PH bei Uratsteinen knapp über 7 liegen. Lt. Dillitzer zur Auflösung der Steine zwischen 6,5 und 7,2.


Bei Paul's Uratsteinen, ja, er ist ein Dalmatiner :D , wurde der Harn PH auf 7 eingestellt. Damit und mit Allopurinol haben wir die Steine (ca. 2-3 cm) aufgelöst bekommen. Allopurinol haben wir nach Auflösung abgesetzt, danach strikte und konsequente Diät, alles immer schön abgewogen. Bisher, seit jetzt ca. 2 Jahren, ist alles im grünen Bereich :gut:

Irgendwelche Pasten muss gar nicht sein. Kann man alles über die Ernährung regeln :smile:
Roman, Dalmatiner, 1984 - 1999
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Re: Barf nach Ammoniumuratstein

Beitragvon Rittho » 15.01.2012 00:03

Joco und Co hat geschrieben:Kartoffeln. Die wiege ich nicht ab, sondern gebe nach Augenmaß und figurmäßig ist das ok.


Kartoffeln haben einen großen Einfluss auf den Ph-Wert des Urins. Die jetzt einfach nach "Augenmaß" füttern, ist vielleicht nicht so gut :???:
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Re: Barf nach Ammoniumuratstein

Beitragvon Hummel » 15.01.2012 10:19

Also grundsätzlich hört sich das schon alles gut an, denke ich (ohne natürlich Vet zu sein). Was die Kartoffeln und das Augenmaß angeht, würde ich allerdings auch achten. Hier vielleicht lieber nur die berechnete Menge und falls er etwas mehr Energie braucht, lieber ein bisschen mehr Fett geben. Aber mit einem Wert knapp über 7 sollte alles okay sein - denke ich.
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Re: Barf nach Ammoniumuratstein

Beitragvon Joco und Co » 15.01.2012 14:12

Danke schön!
Dann werde ich mal die Kartoffelmenge etwas reduzieren und gucken, wie der Ph-Wert dann ist.
Viele Grüße
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Re: Barf nach Ammoniumuratstein

Beitragvon Samojana » 15.01.2012 16:39

Mit dem PH Wert ist das so eine Sache. Auch die Fütterungsfrequenz hat darauf einen Einfluss. Nach jeder Fütterung steigt der der PH-Wert in den basischen Bereich. Deshalb sollte möglichst nur 1 x maximal nur 2 x am Tag gefüttert werden. Leckerlis zwischendurch sind TABU.
Der Harn-PH kann auch ohne Futteraufnahme ansteigen undzwar erstens stressbedingt oder wenn der Hund zusehen muss, wenn sein Besitzer was Leckeres isst und dem " armen Hund" dabei das Wasser im Maul zusammenläuft. ;)
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Re: Barf nach Ammoniumuratstein

Beitragvon naijra » 15.01.2012 16:46

Samojana hat geschrieben:Mit dem PH Wert ist das so eine Sache. Auch die Fütterungsfrequenz hat darauf einen Einfluss. Nach jeder Fütterung steigt der der PH-Wert in den basischen Bereich. Deshalb sollte möglichst nur 1 x maximal nur 2 x am Tag gefüttert werden. Leckerlis zwischendurch sind TABU.
Der Harn-PH kann auch ohne Futteraufnahme ansteigen undzwar erstens stressbedingt oder wenn der Hund zusehen muss, wenn sein Besitzer was Leckeres isst und dem " armen Hund" dabei das Wasser im Maul zusammenläuft. ;)

Genau - das wird viel zu wenig berücksichtigt bei allen Diskussionen um den pH des Urins! :gut: Auch bei Struviten, wo ja Harn angesäuert wird zur Auflösung.... Wirklich vergleichen kann man nur Werte, die unter vergleichbaren Bedingungen gemessen wurden, beispielsweise der erste Morgenurin (Mittelfraktion zur bestimmung verwenden).
Hunde:
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Splash, Welsh Springer Spaniel Rüde *1.6.2010
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Re: Barf nach Ammoniumuratstein

Beitragvon Samojana » 15.01.2012 16:55

dieser Link ist m.E. sehr informativ.

http://www.kimi-news.de/index.php?page=259
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