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Backing

Alles rund um Übungsmöglichkeiten.

Moderator: DF-Mods

Backing

Beitragvon Codys-Hunter » 16.08.2009 12:53

Hallo
ich habe einen 2 jährigen Working Kelpie Rüden mit dem ich regelm. an Schafen und Rindern arbeite. Gern würde ich mit ihm das Backing lernen und üben. Leider fehlt mir die nötige Erfahrung in Sachen Backing(leider auch den anderen Leuten da sie mit B & A & C Dogs arbeiten) und leider habe ich auch nicht die benötigten Pens. Ich weiß das sein Vater das Backing kann. Hat jemand eine Idee ob ein Seminar oder eine Übungsmöglichkeit angeboten wird? Freue mich über jeden Hinweis...
liebe Grüße Codys-Hunter
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Beitragvon meckmeck » 15.09.2009 19:21

Was ist Backing???

Bitte einmal die Unwissenden aufklären :D
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Beitragvon Codys-Hunter » 16.09.2009 06:14

Guten Morgen
Juhhu es hat jemand geantwortet :lol:
Ich dachte schon es kann nicht sein, es muß doch eine kleine Antwort :???:
Als Backing bezeichnet man eine Arbeitsweise von Hütehunden (vorzugsweise von Kelpies, andere machen es bestimmt auch).
Wenn viele Schafe in einem Gang oder einem Gatter u.s.w. stehen und durch ihren Körper und/oder durch drängeln den Eingang oder Ausgang versperren. Dann springt der Hund auf ihren Rücken läuft über die Tiere nach vorn und sortiert dort die Angelegenheit so das es weiter gehen kann. :gut:
Oder er geht vor dem ersten Tier auf den Boden und läßt je nach Kommando vom Handler (Schäfer und/oder Besitzer)immer nur ein Schaf durch bzw. drückt es durch. Freiwillig trennt sich kein Schaf von seiner Herde. Wird oft beim Impfen gebraucht oder beim Verladen na ja usw
Hoffe man kann es verstehen. Es wird sich bestimmt nach meinen Ausführungen jetzt noch jemand melden der es besser erklären kann, ist ja oft so. Hoffe damit kommt das hier mal in Gang :gut: Bin für alle Tipps offen.
Wie gesagt meiner kann es noch nicht, würde es gern mit ihm üben da er ansonsten soweit ausgebildet ist das wir diesen Schritt jetzt angehen
können.
Lg Codys-Hunter :headbash:
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Beitragvon BeJu » 16.09.2009 11:49

Frag mal bei Antje nach!

http://www.letnetti.de/

Grüße

Marita
Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann. (Francis Picabia)
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Beitragvon meckmeck » 16.09.2009 19:02

Ok, jetzt bin ich ein wenig schlauer :D

Für die Arbeit müssen die Schafe Hunde aber gut kennen, ich weiß wie leicht die beim trichtern wieder umdrehen wenn die nur einen Hund sehen.

Ich selber habe das bei Schäfern so noch nicht gesehen, da die meisten Fanggänge aus Steckfix oder Holzhurden aufgebaut sind, reicht es den Hund an der Seite entlang zu Schicken, damit die Schafe laufen.
Und zum verladen kenne ich wenn dann nur den Hund hinter der Herde zusammen mit Herrchen wenn die Schafe reingetrieben werden, wobei beim verladen mehr Erfolg besteht, wenn man das mit Ruhe angeht und keinen Hund hinstellt.

Wenn man aber alleine ist, hilft es einfach den Gang zum Impfen so aufzusllen, das er am Ende einen rechten Winkel bildet, damit man die Tiere einzeln fangen kann, wenn man keine dieser Türen hat, oder einfach eine Hurde mit der man auf und zu machen kann. Und dann den Sammelpferch entweder im Frischen Futter oder im Schatten aufbaut, damit die Tiere da hin laufen.

Und warum baut man dann den Trichter nicht gleich so auf, das sie sich darin nicht umdrehen können und sich nicht zu zweit durchquetschen kann???

Ich versuche einfach immer so wenig wie möglich mit dem Hund zu arbeiten, damit die Schafe genügend Ruhe haben.

LG
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Beitragvon Codys-Hunter » 17.09.2009 19:31

Hallo meckmeck
Recht hast Du in vielen Dingen. Ich denke wenn Mann seine Schafherde hat die Mann auch gut kennt und die Schafe den Besitzer usw dann ist es kein Problem, mit Deinen Lösungen.
Aber ich gebe zu bedenken das die Herden an denen so gearbeitet wird recht groß sind. Die Hunde arbeiten sehr selbstständig um Dir zu helfen, da Du in diesem Moment dort nicht eingreifen kannst. Ein Beispiel:
Was machst Du wenn Du ein Schaf ausrichten willst (und es muss schnell gehen) mußt aber erst über 5 Gatter springen oder einen riesen Weg außen herum gehen? Es wird der Hund geschickt..
Aber wie gesagt hier in Deutschland wird es wohl eher nicht gebraucht.
Ich arbeite gern mit meinem Hund und ich finde es fazinierend zu sehen was diese Hunde leisten können. Und noch eins: ich finde dieses Arbeiten im Team mit meinem Hund das Größte!
Ich kann bestättigen das Schafe die nie oder nur selten mit einem Hund gearbeitet werden in Streß geraten können. Gebe aber zu bedenken das es auch Hunde gibt die nicht wie ein Hammerkranker in die Herde reinrauschen. Meiner arbeitet ganz leise und vorsichtig, mit viel Auge. Er beißt auch nicht ohne Grund nur zum Spaß. Das passiert eigentlich auch nur wenn ein Schaf ihn Boxen will und dann ist es ok. Auch Schafe können sehr gemein sein. Ich habe schon Hunde davon laufen sehen weil die Schafe ihm nach dem Leben Trachten wollten. Bei diesen Schafen war nicht viel mit Streß.
Oft entsteht Streß weil der Hund nicht richtig ausgebildet ist und/oder der Besitzer nicht in der Lage ist seinen Hund unter Kontrolle zu halten.
Meiner Meinung nach setzt das Arbeiten an Schafen (an allen lebenden Tieren) absolute Disziplin voraus. Der Hund soll noch seinem Instinkt folgen aber es gibt Dinge die dürfen nicht geschehen. Solche Hunde haben an Tieren nichts zu suchen.
Was ich sagen will ist wenn alles klappt ist es für die Schafe kein Problem mit den Hunden und es ist viel einfacher, find ich. Kann man das verstehen?
viele Grüße Codys-Hunter
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Beitragvon meckmeck » 17.09.2009 19:57

Hallo,

hast du vielleicht einen Link wo man sich das mal anschauen kann?

Auf jeden Fall kann ich dich verstehen, das wenn alles Klappt, das es dann den Schafen den Hunden und meinen Nerven wesentlich besser geht. :D

Im Moment bilde ich meine 3 Hunde an den Schafen aus, jeder hat andere Stärken und Schwächen und jeder lernt unterschiedlich schnell.
Herdengröße 500MS plus Lämmer, nicht gerade riesig, aber ich kenne auch die Arbeit an Herden mit 3000 Tieren, vor allem das Trichtern und Sortieren etc. Wir hatten da immer nur einen Hund hinter der Herde damit er diese in den Trichter getrieben hat, das lernen die Hunde auch ganz schnell eigenständig auszuführen.

Wenn ein Schaf meint es müsste nach meinem Hund treten oder boxen, dann schick ich meinen Hund auf das Schaf und er darf beisen, da das die Schafe nicht dürfen.
Ansonsten ist es auch praktisch beim hüten, ziehen und zusammenstellen wenn der Hund zwickt, da die Schafe dann Respekt vor den Hunden bekommen.

Als Beispiel: Ich ziehe mit den schafen zum Nachtpferch, alle satt, 30 Grad im Schatten. Da bleiben die Schafe gerne im Schatten stehen. Wenn ich dann den Hund von meinem Chef schicke bewegen sich die Schafe keinen cm, da sie wissen, der läuft nur da rum und bellt ein wenig. Wenn ich meine Schicke die dann einmal rundum geht und jedem 5 Schaf ins Bein petzt, dann laufen sie.
Also bin ich froh das meine Hunde beisen :D

Und das bei den Hurden warum sagt man dann nicht einfach dem Hund geh weiter und pass auf, dann suchen sich meine schon das Schaf was Schabernack treibt.
Ist das wirklich etwas was man gezielt trainieren kann?
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Beitragvon Codys-Hunter » 17.09.2009 20:26

Hi meckmeck
übrigens wie kommst Du zu diesem Namen???Er erinnert mich so an Schneider meckmeckmeck, von W.Busch
Also ich bin in der Zwischenzeit der Meinung das man alles trainieren kann. Natürlich muß der Hund eine gewisse Veranlagung mitbringen. Ich weiß auch von Kelpies die das Backing nicht können oder nicht den Mut haben.
Mein Hund hatte mit gut einem Jahr eine 11 Mon. Zwangspause. Wir haben also 1 Jahr rein gar nichts gemacht. Danach bin ich (und ich hatte selber nicht die geringste Ahnung, das kannst Du mir glauben) mit ihm zum Hüten, so nach dem Motto "mal schaun ob er abhaut". Er hat seine Sache so gut gemacht, ich war einfach baff. Danach habe ich angefangen geziehlt mit ihm zu trainieren. Über Richtungskommandos, schicken, schieben, rufen, ablegen einfach alles was man braucht. Ich selber mußte doppelt soviel lernen wie er, den er bringt Instinkt mit, ich bin nur ein Mensch. Auf jede Fall sind wir jetzt ein super Team. Ich kann die Situartion leiten,überblicken und vor allem kontrollieren. Alles wobei er am Anfang Schwierigkeiten hatte, habe ich wirklich geziehlt mit ihm gearbeitet und es funktioniert, er hat es gelernt. Das A & O bei der Sache ist dem Hund im richtigen Moment zu helfen, ihm zu sagen komm gemeinsam schaffen wir das. Er hatte sehr viel Respekt vor den Ecken, heute lacht er darüber...toll.
Was ich sehr hilfreich fand gerade im Bezug auf das durchsetzen an den Schafen. Du hast die Situartion so schön beschrieben mit dem Hund Deines Chefs :lol: Diese Hunde können nicht drücken sie haben nie gelernt das sie es können.
Ich arbeite meinen auch an Rindern, wenn wir von so einer Trainingseinheit zurück kommen ist es noch einmal ein Gewinn an Selbstvertrauen und glaub mir da passiert nichts von dem was alle immer so erzählen!!!! Von wegen Rinder und gefährlich, es ist wie an den Schafen ein Guter Hunde mit einem Guten Handler kann die Situartion überblicken.
Bei www.lyndhurst-kelpies.co.uk sind Bilder vom Backing.
Viele Grüße Codys-Hunter
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Beitragvon flying-paws » 18.09.2009 10:48

Ihr redet von Äpfel und Birnen. Einen Kelpie würde ich in der Arbeitsweise nicht mit einem Altdeutschen Hütehund oder Schäferhund und Techniken und Wege vergleichen.

Die Herden in Deutschland sind massiv auf den Mensch bezogen. Sie folgen ihm aus vertrauen.

Der Kelpie dagegen sieht sich in der Regel scheuen Schafen gegenüber, die keinem Mensch hinterhergehen. Die gehen, weil sie "den Wolf" im Nacken haben. Er ist eher dem BC ähnlicher.

Viele Grüße
Corinna
Freundschaft macht das Schwere einfach, das Trübe klar und das Alltägliche wundervoll.

Du bist unvergessen.
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Beitragvon meckmeck » 18.09.2009 19:34

Danke für die Info Corinna,

ich fand die Unterhaltung trotzdem interessant.

Ich hab mir die seite die du geschrieben sehr interessant. Aber mein Chef würde mich Köpfen wenn ich ihm so etwas als Vorschlag machen würde :)
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