pikeur hat geschrieben:So war mein Aussie als Welpe auch. Das hat sich mit zunehmendem Alter ganz von alleine gegeben. Er hatte (je älter er wurde, desto öfter) die Erfahrung gemacht, daß nicht alle Hunde so begeistert auf seine Aufforderungen zum Spiel reagierten. Seit einem Jahr (mittlerweile ist er zwei Jahre alt) bleibt er stehen und zeigt durch seine Haltung sich nähernde Hunde an. Da reicht dann auch auf 50 Meter das Kommando 'Warten', bis ich ruhigen Schrittes bei ihm angekommen bin und ihn bei Fuß oder an die Leine nehme.
Hallo,
das ist schön, dass es bei Dir so funktioniert hat. Ich würde dem Themenstarter aber nicht gerne den Eindruck vermitteln wollen, dass sie hier nur auf das Alter des Hundes warten soll, weil sich damit die Probleme von allein "in Luft auflösen".
Dieser Schuß kann mitunter mächtig nach hinten losgehen, z.Bsp. wenn dein Hund eine Negativerfahrung gemacht hat und diese dummerweise falsch verknüpft und fortan aggressiv reagiert.
Das dein Hund auf dich wartet ist wunderbar aber es könnte auch darauf hinauslaufen, dass der Hund sich künftig jedesmal aufführt, wenn er auf Artgenossen trifft.
Von daher würde ich den Hund an der SL sichern, damit das "Durchbrennen" schonmal verhindert wird. Das wäre Punkt 1. Zum anderen scheint mir das Abbruchsignal entweder gar nicht zu existieren bzw. ist es bereits verschlissen. Wenn ich meinen Hund x-mal rufen muss ehe er kommt, dann ist das Signal im Grunde nach unbrauchbar geworden. Der Hund hat gelernt: "Lass den Ollen mal rufen, ich komm ja gleich, aber erstmal mach ich hier fertig!"
Ich würde ein komplett neues Signal aufbauen und da tendiere ich immer wieder gerne zu der Pfeife. Diese ist und bleibt einfach neutral, ob ich da feste reinpuste oder weniger feste.....was kommt ist einfach nur der Pfiff. Dieser klingt weder böse noch aggressiv und auch nicht freundlich - halt einfach neutral.
Sofern der Hund die Pfeife also noch nicht kennt: Name des Hundes - Pfiff - Lecker. Dadurch lernt der Hund recht schnell, dass der Pfiff positiv belegt ist, weils ja Leckerchen gibt. Hat er das einmal kapiert, kann man damit beginnen, die Distanz aufzubauen.
Wichtig hierbei ist es jedoch, dass man sich nicht dazu verleiten lässt, dem Hund mehrmals anzupfeifen bis er endlich kommt. Denn sonst ist die Pfeife binnen kürzester Zeit nicht mehr brauchbar. Reagiert der Hund also nicht auf die Pfeife, würde ich umdrehen und in die andere Richtung verschwinden OHNE weitere Pfiffe abzugeben!
Auch wenn der Hund so wie der TS schreibt, daran scheinbar keine Notiz nimmt, bin ich der Meinung, dass der Hund das sehrwohl mitbekommt und dass es ihm auch nicht egal ist. Spätestens wenn Herrchen/Frauchen ausser Sichtweite verschwinden, sollte es dem Hund unwohl in seiner Haut werden und wird die Suche nach seinen Leuten aufnehmen.
Ich würde auf alle Fälle daran arbeiten, denn auch wenn der Hund "erst" 4,5 Monate alt ist, sollte er schon wissen, wo er hingehört und vor allem sollte er einem grundlegenden Befehl wie "Komm" oder "Hier" schon Folge leisten können.
Jaja...die Sache mit den Aussies.....ich hab mir das auch schon öfters anhören dürfen, wenn mein Hund seine Aufgabe mal wieder gut gemacht hat. Dann hiess es oft: "ist ja klar dass deiner das so gut kann...ist ja auch ein Aussie!"
Ich antworte dann immer: "aber ja doch, der konnte auch gleich am 1. Tag das Beinchen heben!"
Es gibt Menschen die glauben tatsächlich, dass Aussies oder Borders fix und fertig aus der Mutter flutschen, am besten schon gleich angeleint.
Also, geh das Problem an und warte nicht darauf, dass es von selbst verschwindet, denn das geschieht in den wenigsten Fällen. Finde eine Beschäftigung, die deinem Hund wichtiger ist, als zu einem anderen Hund hinzurennen. Wenn nötig, mach dich zum Affen - wenns hilft rehabilitiert es deine Darbietung
Das wird schon.
Lg
Volker
Wenn Hunde nicht in den Himmel kommen, möchte ich, wenn ich sterbe, dorthin, wo sie sind
Quelle: Will Rogers
Hunde lieben ihre Freunde und beißen ihre Feinde, im Gegensatz zu den Menschen, die dazu tendieren, Liebe und Hass zu vermischen
Quelle: Sigmund Freund