Anjou ist auch vom Typ her so... Wenn der hochdreht, also wirklich eine Stressgrenze überschritten hat, dann mache ich es nur schlimmer, wenn ich ihn aktiv zur Ruhe bringen will, also direkt auf ihn einwirke. Dann muss ich entweder ignorieren, ihn raus nehmen oder ihm ein Ventil verschaffen. Hab heute das erste mal das Entspannungssignal getestet und hab mit offenem Mund da gesessen! Das ist sicher eine Typfrage, ob es zum Hund passt, aber wow, ich war beeindruckt
Was mir noch einfällt, was wir zur Zeit auch machen (allerdings aus anderen Gründen): Jedes Mal, wenn die Leine dran kommt, gibt es Leberwurst. Anjou hat zwar kein Problem mit dem Anleinen, aber Ziel ist bei uns, dass die Leine schon als positiver Reiz konditioniert wird. Bei euch ist sie ja schon positiv, aber eben zu "krass". Vielleicht schaffst du es aber auf dem Weg irgendwie zu tricksen? Zum Beispiel anleinen und was Kleines (aber nicht zu klein) zum Kauen geben (als Ventil quasi). Dass die Erwartungshaltung auf was anderes umgelenkt wird beim Anleinen zu Hause. Da müsste man mal ein bisschen tüfteln, was zum Hund passt und nicht nachher das Falsche bestätigt.
Sonst bliebe natürlich auch der Weg in Richtung: Anleinen, ableinen, Jacke wieder ausziehen, hinsetzen. Und dann Spielchen irgendwann von vorne. Bis die Anspannung weicht. Oder aber anleinen, Leine dran lassen, erstmal in Jacke hinsetzen und noch nen Kaffee trinken. Oder Leine dran machen und erstmal zusammen hinsetzen und ne Runde kraulen/ schmusen (wenn das nicht hochputscht, da wäre auch wieder das Entspannungssignal gut). Irgendwas in der Art halt. Wegbringen vom "Leine bedeutet sofort raus und Action".
Vielleicht reicht es schon die "Vorspaziergangs-Routine" zu verändern und öfter mal zu variieren.



