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Arbeit mit Hund an tragenden Schafen?

Alles rund um Schafe.

Moderator: DF-Mods

Arbeit mit Hund an tragenden Schafen?

Beitragvon Anke + Franz´l » 30.12.2006 17:11

Hi,

da ich bis vor kurzem ja nicht mit Hund an den Schafen gearbeitet habe, hab ich mir diesbezüglich auch keine Gedanken machen müssen. Nun ist die erste Madam, nämlich Flocke, relativ kurz vorm Lammen, Euter ist schon gut gefüllt...wieviel "Hütestreß" kann ich ihr noch zumuten? Abtrennen von der Herde gibt das Brüllkonzert des Jahrhunderts und somit viel Stress, dauert schon immer eine Weile, bis Frau sich an die Ablammbucht gewöhnt hat, wenn es denn soweit ist. Also entweder sie alle oder keiner...

Aktuell sieht die Arbeit mit Hund folgendermaßen aus: Zaunkreis, Schafe drinnen, Hund draußen, Schafe weiden etwa mittig oder betteln mich nach Lecker an (das anfängliche Chaos ist also schon deutlich besser geworden), Hund lernt den Balancepunkt aufzusuchen, Schafe fallen vielleicht mal für ein paar Schritte in Trab, sind aber insgesamt eher ruhig.

Kann ich so weiter üben oder lass ich die Schafe besser ganz in Ruhe und trainiere derweil so Sachen wie Kreisbögen vergrößern/verkleinern, Tempo erhöhen/verlangsamen trocken?

salü
Anke
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Beitragvon eifel » 30.12.2006 17:45

Hallo Anke,

ich selber hüte nicht, weiss aber vom Vorbesitzer eines unserer Schafe, dass es nicht sinnvoll ist, hochtragende Schafe an den Hund zu gewöhnen. Der Stress könnte zum verlammen führen.

Und dann sind die Lämmer da und dann heisst es: In der Lammzeit ist es nicht sinnvoll, mit dem hüten zu beginnen...

Bin mal gespannt, was die hüteerfahrenen Mitglieder zu dem Thema zu sagen haben.

Viele Grüße - Petra
Der Weg der 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt
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Beitragvon Fassi » 31.12.2006 04:43

Ich wär da auch vorsichtig (der Rat kommt auch von einem, der sich erst noch als Hüter versuchen will; dafür aber seit 23 Jahren Kontakt zu Schafen hat :wink: und seit 7 Jahren die Herde in Eigenregie betreut). Gerade zwei bis drei Wochen vorher können sie recht sensibel auf Störungen reagieren. Ok, große Schäfereien arbeiten auch mit hochtragenden Schafen und Hunden, aber da sind es die Schafe von Lamm an gewöhnt und ich denke mal, der Hund verursacht nicht soviel Stress. Bei Euch fangt iher ja gerade erst mit an, und da könnt es schon anders aussehen.

Zum anderen hab ich auch schon damit neagtiv Erfahrungen gemacht. Abends lammt bei mir ein Schaf (bislang recht zuverlässige Mutter). Da sie Zwillinge hat, stelle ich sie in den Nachbarstall in die Ablammbucht. Gerade als drinne ist und sich wieder den Lämmern zu wenden will, kommt mein Dicker(die Brandl) in den Stall. Der Blutgeruch macht ihn ja von Natur aus schon neugierig, so dass er über die Buchtwand schaut, mich sieht und mal kurz bellt. Dann hat wieder beigedreht und ist seiner Wege gegangen (er weiß ja, dass da Schafe tabu sind). Allerdings hat dieser kleine Vorfall ausgereicht, dass ich Arbeit hatte. Das Schaf hat seine Lämmer auf den Schreck hin verstoßen, und ich durfte sie dann vier Wochen lang anhalten, bis ihre Mutter sie wieder von sich aus trinken ließ. Ähnliches passiert mir vor 2 JAhren wieder, da befolgte ich den Ratschlag eines alten Schäfers via Hund die Mütterlichkeit zu überprüfen. Also Dackel her (den nemmen sie ja eh nicht für voll, dachte ich mir) und ihn vor der Bucht kurz bellen gelassen. Das Resultat war ähnlich (nur hat sie sie schon nach 2 Wochen problemlos angenommen). Seitdem bin ich während der Lammzeit ganz vorsichtig mit Hunden und unser zwei haben Schafstallverbot.

Wie gesagt, wenn sie Hunde länger gewöhnt mags anders aussehen, aber an Deiner Stelle würde ich jetzt erstmal eine Pause machen, bzw. nur noch mit den nicht- und niedertragenden Schafen üben.

Gruß Christian
Fassi
 
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Beitragvon Merlynn » 31.12.2006 12:33

Hallo Anke,

ich hatte im Letzten Jahr auch an den Muttern "gearbeitet" das heißt wir haben Schwangerschaftsgymnastik gemacht mit spazieren gehen ganz gemütlich und Landschaft erkunden. Allerdings nur mit einem meiner Hunde und meine schäfleins sind die Hunde gewöhnt. Es hat weder den werdenden Muttern noch der am tag ablammenden Mutter geschadet.
Ich muß aber dazu sagen das ich sehr oft mit den Mädels spazieren gehe sie den Hund sehr gut kennen und Lucky eigentlich die Situation selbst einschätzt und ganz wenig Druck macht, ebenso wenn Lämmer da sind dann ist er ganz weit weg. Das kann ich aber wirklich nur mit diesem Hund mit dem anderen wäre die Situation für dei Schafe zu gefährlich.
Ich denke wenn Du die Mädels ohnehin im Netz hast und keinerlei gerenne und Streß ist kannst Du ruhig den Hund ein wenig trainieren aber halt immer mit dem Blick auf die Schafe.
Für dieses Jahr habe ich 5 Böcke zum arbeiten und die Mädels haben Ruhe die nur Unterbrochen wird wenn ich die netze umstecken muß.
Merlynn
 
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Beitragvon Anke + Franz´l » 31.12.2006 19:06

Hi,

hm, also die Schafe sind den Hund von klein auf gewohnt, er hat schon immer jede Minute "Schaf-TV" genutzt, bellt auch im Stall oder beim Hüten nicht (der DD hat Stallverbot) - seit wir hüten haben sie auch Respekt vor ihm, sie merken ganz genau, ob sein Fokus bei ihnen oder bei mir ist.

Ich denk, ich warte ab, bis Flocke gelammt hat und eh separiert in der Bucht steht und hoffe, dass die anderen nicht direkt im Anschluss soweit sind....ein vereinsamter Bock ist wohl ein bischen klein als Herde :wink:

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste...geh ich lieber zur Schäferin, deren Schafe sind Hunde aller Art gewohnt.

salü
Anke

Edit: Also entweder war das letzte ruhige Hüten 5 Tage vor der Geburt zu viel oder und wohl wahrscheinlicher die Sylvesterknallerei oder es wäre so oder so gekommen...es hätten Zwillinge werden sollen, die wollten aber beide gleichzeitig auf die Welt und das geht natürlich nicht....jetzt haben wir unsere erste komplizierte Geburt hinter uns...Nr.1 war bereits tot, Nr.2 ein Stück zurückgeschoben, Nr.1 Beine sortiert und raus, Nr. 2 anschließend raus und oh Wunder es lebt doch noch...Kontrolle, keine Drilling...Mutter und Nr. 2 sind jetzt wohl auf.....uuufff

ciao
Anke
Anke + Franz´l
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