Ich habe einen mittlerweile fast 10 Monate alten FT-Labbi. Einen SEHR quirligen.

Die ersten 6-Monate waren extrem heftig. Inkl. mehreren Welpen-Spinnphasen pro Tag, Randalieren, Zerschrammten Armen und Beinen etc. Das in den Griff zu bekommen, ging definitiv an unsere Grenzen. Mit Kindern im Haus, wäre das sicher noch sehr viel schwieriger geworden.
Wie gesagt, mittlerweile haben wir den FT-Labbi (und uns) sehr gut im Griff.
Ich arbeite jeden (!) Tag mittags eine sehr intensive Stunde mit unserem Hundetrainer. (Das ziehen wir noch ein Monat lang durch. Dann müsste es genug sein und wir machen alleine weiter...) Zudem laufen wir morgens und abends jeweils ein halbe Stunde - inkl. vieler UO- und Beschäftigungsübungen für den FT-Labbi.
Jedoch:
Aus meiner Erfahrung würde ich sagen, dass man nicht unbedingt Jäger sein muss, um einen FT-Labbi auszulasten. Mein FT-Labbi geht den ganzen Tag mit mir ins Büro. Dort hat sie zahlreiche Aufgaben, auch wenn diese nicht mit der Jagd zu tun haben.
- Unter dem Schreibtisch geduldig "auf der Lauer" liegen.
- Auf Kommando zu einzelnen Mitarbeitern düsen und dort Aktenmappen abholen und ("ungelocht") zurücktransportieren.
- Auf Kommando Papier in eine Sammelkorb im Keller tragen.
- (Hundeliebende) Gäste zur Eingangstür eskortieren.
Zudem machen wir viele "Such-Spielchen" im Büro. Im Kopierer- oder Serverraum verstecken ist immer sehr beliebt...
Ich weiß, dass es viele vielleicht anders sehen, aber ich finde, dass man einen FT-Labbi auch "unorthodox" mit Geistesarbeit (siehe oben) auslasten kann.
Also denkt vielleicht auchmal in diese "unorthodoxe" Richtung, wenn sich deine Verwandten überlegen, ob sie einem FT gewachsen sind.
Außerdem: Mein quirliger FT-Labbi kommt auch sehr gut mit schreienden, kreischenden, rennenden, zappelnden Kindern klar. Die werden sofort als Spiel- und Raufkumpane akzeptiert. Die Freude beim gemeinsamen Toben (natürlich immer nur unter meiner Aufsicht!!!) ist allseitig rießig.
LG
Katja