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Anschaffung Golden FT oder Show... Fachleute meldet euch...

Überlegungen vor dem Kauf.

Moderator: DF-Mods

Beitragvon Faesa » 14.10.2009 18:23

Ich hab ja einen kleinen "Workaholic", der schon seine Beschäftigung braucht. Klar, es geht auch mal nen Tag ohne, aber nur stumpf Gassigehen wär nicht dauerhaft drin.

Mir macht eher folgende Aussage Sorge. Vielleicht ist das auch nur blöd formuliert:

Trotz dieser sportlichen und aktiven Wünsche werden sie nicht jeden Tag Zeit haben den Hund mindestens 2 Stunden zu arbeiten, sondern eher 2-3 mal die Woche einige Stunden am Stück.


Nicht mal 2 Stunden täglich? Alles darunter ist für einen Hund dieser Größe aber schon fast Quälerei. Ich mein, das sind 30 Minuten morgens, abends und eine Runde von "immerhin" 1 Stunde Mittags/Nachmittags, und das ist dann nicht mal drin?
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Beitragvon citcat » 14.10.2009 18:27

Hallo,

nein ich spreche nicht vom Gassi-Gehen, sondern von Arbeit.

Spazierengegangen wird mit dem Hund garantiert 1,5 Stunden täglich. Nur die ARBEIT kann eben nicht jeden Tag gewährleistet werden.

So meinte ich das :-)...

Das wär allerdings schlimm wenn nicht mal ne Spazierrunde drin wär. ARBEIT ist für mich ZUSÄTZLICH zum Spazierengehen.

LG
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Beitragvon Mikah » 14.10.2009 18:30

Iris + Berny hat geschrieben:Naja, aber sollte man nicht mit jeder Arbeitsrasse die rassespezifische Arbeit machen?

Ich hab da eine Frage, ganz ehrlich: warum holt man sich einen Retriever aus Showlinie? In der Hoffnung, dass er nicht arbeiten will? Weil man ihn "schöner" findet??? Weil man ausstellen will?

Also wir hatten damals einen Show-Labbi geholt, da wir als Familie zwar Sport machen wollten, den Hund also auslasten, aber eben keiner von uns jagen geht. Wir haben also Dummyarbeit gemacht um den Retriever auszulasten, das reicht aber so hobbymäßig 3x die Woche für ne Showlinie aus. Für einen richtigen Arbeitshund aber nicht, der will seiner Aufgabe nachgehen...ich weiß es aus Erfahrung, denn inzwischen habe ich einen Hund aus Arbeitslinie und schaue jetzt händeringend, wie ich ohne Jagdschein meinen Jagdhund auslasten kann.
Mikah
 
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Beitragvon shenja » 14.10.2009 18:46

citcat hat geschrieben:hallö,

tja nun sagt der eine das und der andere das. bin gespannt, ob sich noch jemand mit nem arbeitsgoldie meldet und mal aus dem alltag so eines hundes berichtet.

an meine vorschreiberin: kennst du denn arbeitsgoldies? oder schließt du das nur aus den erfahrungen mit deinem aktiven showgoldie? weil du ja schreibst das wird ein verhaltensauffälliger hund werden in dem von mir beschriebenen umfeld... das will ich natürlich nicht unterstützen... aber woher weißt du das?

lg, annika


Ich kenne jetzt keine Arbeitsgolden persöhnlich, aber viele FT Labbis und Toller. Und ich kann da laut sagen, ohne einen ordentlichen Trainer/Ansprechpartner in der Nähe, wird man es extrem schwer haben als unerfahrener HF.
Für einen FT-Labbi/Golden reicht auch 2mal die Woche richtige Dummyarbeit. Aber er braucht täglich seinen Auslauf und will auch was für den Kopf
Und das erste Jahr soll der Hund nur lernen, was Ruhe heisst, das ist besonders bei sehr triebigen Hunden das wichtigste!
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Beitragvon Iris + Berny » 14.10.2009 18:59

shenja hat geschrieben:Für einen FT-Labbi/Golden reicht auch 2mal die Woche richtige Dummyarbeit. Aber er braucht täglich seinen Auslauf und will auch was für den Kopf. Und das erste Jahr soll der Hund nur lernen, was Ruhe heisst, das ist besonders bei sehr triebigen Hunden das wichtigste!


Das hört sich doch machbar an, oder? Klar muss man sich da schon ordentlich einweisen lassen in die Feinheiten der Dummy-arbeit. Aber mit ein bisschen Wille und der Hilfe des Züchters sollte das doch machbar sein.

Aber jeder wie er will, für mich wäre die Wahl einfach :D ! Wenn schon eine Arbeitsrasse, dann mit allem was dazugehört.
Grüsse,
Iris + Huskies Jaakko (Rüde, 14 Jahre), Roots (Rüde, 12 Jahre), Daika (Hündin, 4 Jahre), Ebi(shkaja) (Hündin, 3 Jahre) und Ewok (Rüde, 2.5 Jahre) und Katze Isis (16 Jahre)
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Beitragvon Faesa » 14.10.2009 19:04

1,5h täglich ist zwar jetzt nicht besonders viel, das war heute mal wieder nur die Mittagsrunde. Dazu kommen noch mal 2 Runden morgens und Abends...

Arbeit ist für mich, Arbeit mit dem Hund. In welcher Form auch immer. Suchspiele, kurze Apportiereinheiten, Gehorsamsübungen, all das ist für mich Arbeit - und all das findet auf den Gassirunden statt.

Klar, zusätzliches an Hundesport ist auch Arbeit und würde ich auch obendrauf rechnen, aber für mich ist eine Gassirunde zum Teil auch damit bestückt, den Hund auszulasen, und zwar kopfmäßig, und eben nicht nur stumpfes Gehen. Da wird den Hunden nämlich schnell langweilig und für einen Golden kann das ganz schnell heißen, er geht jagen.

Mir ist also (wie schon gesagt, vielleicht einfach nur noch nicht ganz konkret dargestellt) noch nicht ganz klar, wie diese Gassirunden aussehen sollen, wie der Hund konkret ausgelastet wird.

Mit 1.5h täglich stumpfen Gassigehen und alle paar Tage Arbeiten - da würde ich persönlich glaub keinen Hund aus einer Arbeitslinie holen...
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Beitragvon shenja » 14.10.2009 19:13

Ich finde das Problem liegt eigentlich hier bei den Kindern, da ich nicht glaube, dass diese sich dort dahinterklemmen und ganz konsequent die ausbildung durchziehen. ich kenne es von mir, dass ich als kind meine meinung sehr oft geändert habe, aber wenn dann mal der hund da ist, dann hat man den mist :(. deshalb würde ich vielleicht nach einem golden schauen, der zwar prüfungen gemacht hat und triebig ist, aber keine reine ft linie. ich wollte ja auch einen ft am anfang, aber habe mich einfach für nen showie entschieden, da ich als hundeanfänger mit einem ftler überfordert wäre. im moment bin ich super froh drüber und über meinen showie total beigeistert, er hat soviel will to please, das ist der wahnsinn :gut:
shenja
 

Beitragvon Chestnut » 14.10.2009 19:32

Ich habe einen Golden aus halber dänischer FT-Linie sowie einen Toller - und ich arbeite nicht jeden Tag 2 Stunden mit den beiden.
Liebe Grüße
Kerstin mit Candy (G/H, DRC/VDH) und Yota (NSDTR/H, DRC/VDH)
Chestnut
 
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Beitragvon Faesa » 14.10.2009 19:42

Ich glaube, man müsste "Arbeit" mal definieren. Für mich ist Arbeit, dass ich rausgehe, und Madam körperlich als auch geistig fordere. Dafür gibt es viele Wege: Gehorsamsübungen unterwegs, Frisbee und Dummyspielchen zwischendurch bzw. am Ende der Runde, Waldagility, Suchspiele etc. Das alles fällt für mich unter "Arbeit", und fällt je nach Tageszeit, Wetterlage, meiner Laune mal mehr oder weniger intensiv aus.

Spazierengehen heisst für mich - ich latsche irgendwo rum und bin am quatschen und der Hund beschäftigt sich selbst.

Wer unter einem normalem Spaziergang natürlich größtenteils das versteht, was ich unter Arbeit fasse, der muss natürlich kaum noch was nebenher arbeiten, denn der Hund ist ja ausgelastet.
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Beitragvon Morrigan » 14.10.2009 19:52

wir hatten hier mal einen Beitrag, wo es um Arbeit ging.

Jeder Hund, egal ob Arbeits oder Show Line, sollte auch ein paar Tage ohne wirklich Arbeit auskommen.
Und das ist immer hausgemacht.

Wenn ich hier lese, das mit einem Mali 5 Stunden am Tag gearbeitet wird( und ich denke, da ist Gassi noch nicht mit drin) finde ich das abartig.
Ich könnte meinen Kleinen auch sofort so hoch fahren, dass er schnell eine so extreme Arbeit fordern würde.

Das wichtigste ist auch in meinen Augen Ruhe, anschalten geht immer leicht.

1-2 Stunden Gassi am Tag, und 2-3 mal die Woche Arbeiten ist völlig Ok, wenn man kein Tunierkrokodil sein will und alles Gold abräumen
Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein.

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