@Ina
Ich kenne ja die Stimmungen hier im Forum und wusste, dass ich hier deswegen was zu hören kriege, es nervt mich vor nur, wenn ich nur kritisiert werde und nicht mal ein sinnvoller Rat dabei steht, da kann man sich den Post ja auch sparen...
Wohnung: Also, wie bei allen Problemen, fehlt halt etwas die Konstanz, das macht es ja so schwer. Er macht es eben nicht immer, nicht bei einem bestimmten Geräusch.
zB grad im Moment fährt jemand im Aufzug (der ist direkt an meiner Schlafzimmerwand, den höre ich hier also leise), momentan war es wichtiger sich den Pelz kraulen zu lassen und erst als ich aufgehört habe, hat er nach den Geräusch gelauscht. Aber nicht kommentiert. Heißt aber nicht, dass er den Aufzug nie kommentieren würde, macht er teilweise dafür auch im Wohnzimmer wo ich ihn zB eigentlich gar nicht mehr hören kann.
Manchmal meldet er das Geräusch nur einmal und dann wars das, manchmal lauscht er und kommentiert es öfter (meist wenn sich jemand in meiner Etage bewegt oder wenn hier jemand redet).
Er meldet eigentlich alles, Leute die da gehen, Aufzug, die Nachbarskinder wenn sie rumschreien... aber halt nicht immer... Ich weiß halt auch nicht, ob mein Vorgehen vllt doch ganz ganz langsam Wirkung zeigt oder ob er es teilweise einfach nur nicht hört...
Momentan verfahre ich so, wenn ich das Geräusch vor ihm höre, lenke ich ihn ab bzw belohne ihn dafür, dass er es nicht kommentiert hat. Wenn er es kommentiert sage ich 'nein'. Reicht meist aus, dass er es sein lässt. Nur zeigt das irgendwie keine Besserung in Hinsicht auf das erste Melden. Nur weiß ich verständlicherweise auch nicht wie ich das jetzt üben soll... Vllt bin ich auch nur zu ungeduldig *hoff*
Gegenstände:
Wieso dominant?
Naja, also zB am Wochenende, mein Freund schüttelt den neuen Müllbeutel auf -> knistert laut -> Hund sitzt unterm Tisch -> ich nehm den Müllbeutel und will ihn ihm zeigen -> Meideverhalten -> gut Leckerlis und Spielzeug raus und ihn zu dem Beutel hinlocken, erst ohne knistern, dann mit...
Ich weiß halt zB in dem Fall nicht ob er einfach nur extrem schreckhaft ist (ich mach die Müllbeutel normal etwas sanfter auf) oder wieso er plötzlich Angst vor so etwas hat. Ist ja nicht der erste neue Müllbeutel seit über einen Jahr

Ja so in der Art habe ich es beim Wäscheständer auch gemacht, nur mit Spielzeug, das zieht besser. Nur das hat mich Monate gekostet, dass er den toleriert, mal mehr mal weniger. Nur schreckt er eben oft vor Dingen zurück, die ganz normal sind. Es gibt ein paar Dinge die mochte er von Anfang an nicht (wie den Wäscheständer), aber sowas wie Müllbeutel mache ich seit er hier ist auf, das knistern kennt er und was bisher auch kein Problem. Gut ich hab sie ihm nie knisternd vor die Nase gehalten.
Ich denke ich sollte ihn wirklich mal beim TA durchchecken lassen...
Es wundert mich halt vor allem. Vllt sollte ich ihn mehr in die Hausarbeit miteinbeziehen...
Personen: Ist okay, er muss sich nicht antaschen lassen und das toll finden. Find ich um ehrlich zu sein sogar gut, dass ich keinen Hund hab der auf jeden Menschen zurennt. Nur hab ich bei seiner Reaktion teilweise Angst, dass wenn ihn jemand mal trotzdem anfasst (vor allem eben Kinder), dass er sich dann evtl wehren würde.
Ich mein du hast ja auch nen Hund, ich muss dir ja nicht erklären, wie sich manche Menschen Hunden gegenüber verhalten (Steichelzoo, muss sich alles gefallen lassen) und wie schnell manches gehen kann.
Wie gesagt, es kann gut sein, dass ich hier das Problem bin und mir hier einfach Vertrauen in meinen Hund fehlt.
Hmm, ich glaub ich sollte das mal näher beschreiben, nicht dass der falsche Eindruck entsteht. Ein normaler Gassigang sieht bei uns so aus, ich geh die 100m vom Haus bis zum Fußgängerweg an der Leine (da interessiert er sich für nichts, weil er dringend mal muss) und den Rest (außer an gefährlichen Stellen wie größeren Kreuzungen) läuft er frei. Menschen jeglicher Art normalerweise absolut kein Problem. Vor ein paar Wochen sind wir halt zB in der Dämmerung einem älteren Mann begegnet der als der Hund kurz vor ihm war mit ner Drohgebärde stehengeblieben ist. Den hat er kurz angekläfft (klang wie *bibber* ich hab keine Angst vor dir *zitter*) und ist dann in nem Bogen um ihn rumgetrabt. Oder im Herbst haben wir eben mal einen sehr großen dicken Mann getroffen, der war ihm auch unheimlich. Kinder im Freilauf, auch kein größeres Problem. Wenn sie einfach nur ruhig gehen ist garnichts weiter dabei, wenn sie spielen sind sie natürlich interessant. Ich würde jetzt aber nicht sagen, dass er da grundsätzlich ängstlich oder gar aggressiv reagiert, eher interessiert und begeistert (spielen!!!). Nur wenn sie schreien oder direkt auf ihn zurennen (bei wenigen Metern Entfernung, also auch wirklich nah sind) geht er eben lieber ein paar Schritte zurück und weicht aus.
Das Problem ist an der Leine, vllt weil er sich stark fühlt, vllt weil er in seiner Bewegung eingeschränkt ist, vllt aber auch weil gerade die beiden Vorfälle mit den Kindern jeweils an der Leine waren.
Wenn ihm dann Menschen zu nahe kommen und ihn dabei fixieren (nur dann) oder gar die Hand nach ihm ausstrecken, dann reagiert er. Ich kann zB problemlos mit ihm durchs CityCenter gehen oder auch über den Weihnachtsmarkt. Klar, durch das ganz dichte Gedränge muss nicht sein, aber wenn weniger los war, kein Problem.. Bis eben ein Hundeliebhaber meint er könnte doch mal kurz den Hund steicheln --.-- Dem wird dann eben sehr deutlich gesagt, was er davon hält gestreichelt zu werden.
Also versteht mich nicht falsch, mein Hund ist keine wandelnde Zeitbombe, dann hätte ich mich durchaus sofort ohne Umweg übers Forum an einen Trainer gewandt.
Mein Problem ist, dass ich dadurch schon einige unangenehme Situationen hatte und einfach gerne daran arbeiten würde. Und ich eben auch weiß, dass es Menschen gibt die ein Bellen oder Knurren des Hundes ignorieren und trotzdem hinlangen, vor allem eben Kinder. Bei unserer alten Hündin wusste ich, sie würde es zur Not tolerieren, dass sie jemand anfasst oder wenn Kinder sie an den Ohren ziehen. Da bin ich mir bei Koda eben echt nicht sicher, weil er für meine Begriffe sehr heftig reagiert und Vorsicht ist besser als Nachsicht oder nicht?
Wenn ich mir andere Hunde-Mensch-Gespanne so anschaue, dann hat mein Hund vllt auch gar kein größeres Problem und ich bin allein das Problem. Trotzdem ist es eines und hier im Forum gibt es viele die Schlimmeres überstanden haben und mir ihre Methoden verraten könnten. Es ist einfach eine Stresssituation für uns beide die nicht sein muss... Ich meine, ich könnte solche Situationen sehr gut vermeiden, nur damit verlieren wir beide ein Stück Lebensqualität und Koda muss mehr alleine zu Hause sitzen. Wieso sollte ich also am 20. Kunststück arbeiten, wenn es auch wichtigere Dinge gäbe? Nur weiß ich eben nicht genau wie man sowas angehen könnte...
@YorkieFan
Danke, das ist das was ich gesucht habe. Ich werde das mal probieren. Ich hab im Internet auch eine Variante des Futterkreises gefunden die mir erfolgsversprechend klingt, ohne dass er betteln lernt.
