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Angst-agressiv seit Würgung von Hundetrainerin

Alles rund um Probleme mit Euren Hunden.

Moderator: DF-Mods

Angst-agressiv seit Würgung von Hundetrainerin

Beitragvon Brazzino » 05.04.2009 20:03

Hallo,

unser Boxerrüde nicht kastriert und 18 Monate alt wurde im Alter von 5 Monaten von einer Hundetrainerin gewürgt das ihm buchstäblich die Zunge blau anlief...nach diesem Ereignis reagierte er auf jeden Hund wenn er an der Leine war am Hundeplatz agressiv, wollte beißen usw. Wir gingen dann natürlich nicht mehr in diesen Verein. So reagiert er auch seither beim Gassygehen wenn wir auf einen Hund treffen. Er ist natürlich immer angeleint, da wir nicht wollen das anderen Hunden Schaden zugefügt wird. Er macht an der Leine einen Affentanz, d.h. er setzt alles ein was ihm an Körperkraft zur Verfügung steht, er schlägt mit den Pfoten nach mir, dreht sich, hechelt und macht sich komplett steif dabei. Er ist in diesem Moment für keinen Befehl wie "Aus" und "Fuß" mehr ereichbar, obwohl er ansonsten diese Kommandos sofort ausführt. Er ist mit nichts wie z.B.; Spielzeug oder ähnliches zum ablenken. Ich war bereits bei einer Hundetrainerin und mit Sprühhalsband hat das ganze kurz funktioniert. Ich gehe bewusst dort wo andere Hunde sind Gassi, aber es verändert sich nichts. Ich habe das Gefühl das er seit er gewürgt wurde wo auch andere Hunde waren das würgen mit Hunden verknüpft. Ich gehe seither mit normalen Lederhalsband.

Wer weiss Rat ?
Würde eine Kastration etwas bringen?
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Beitragvon Joco und Co » 05.04.2009 20:08

Hallo,

oh Mann, was für eine Trainerin? Die müsste mal gewürgt werden. :zensur:

Ob das Verhalten Deines Hundes allein damit zusammenhängt, kann ich natürlich nicht beurteilen, doch ein Sprühhalsband würde ich nicht einsetzen, da Dein Hund eh schon "geschädigt" ist.

Eine Kastration bringt überhaupt nichts.
Sie ist nur wirksam bei hormonellbedingtem Fehlverhalten oder hormonellbedingter Aggression gegenüber Artgenossen und das ist bei Deinem Hund nicht der Fall.

Wie ist sein Grundgehorsam?
Wie verhält er sich Dir und anderen Menschen gegenüber, wenn kein Hund in der nähe ist?

Suche Dir einen guten und vorallem einfühlsamen Trainer und ich denke, damit wirst Du Deinen Hund in den Griff bekommen.
Viele Grüße
Conny mit Dago und Atti

Wer sie sehen will, guckt
hier

_______________________________________
Einen Hund zu verletzen dauert nur wenige Sekunden.
Sein Vertrauen zurück zu gewinnen jedoch mehrere Monate
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Re: Angst-agressiv seit Würgung von Hundetrainerin

Beitragvon malika » 05.04.2009 20:10

Brazzino hat geschrieben:Würde eine Kastration etwas bringen?


Das glaub ich ehrlich gesagt nicht.

Wenn Du als kleines Kind mißhandelt wurdest, vergißt Du das doch auch nicht, weil man Dir Jahre später :hust:

Ich denke, er hat die schlimme Erfahrung mit der Anwesenheit der anderen Hunde verknüpft.

Die verschwinden ja nicht vom Kastrieren.

Da hilft wohl nur gezieltes und kompetent begleitetes Training.
malika
und Henry,mein weißer Schatten geb.24.04.2009
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Beitragvon milospeed » 05.04.2009 20:10

Nein, da bringt eine Kastra gar nichts.

In dem Fall wird es nur ne Besserung geben, wenn der Hund lernt, andere Hunde nicht mehr mit etwas Unangenehmem zu verknüpfen (z.B. Würgen, Sprühstoss).

Hoffe, dass sich hier Leute melden, die dir gute Tips dazu geben können (bin selber noch Erziehungs-Anfänger, darum kann ich dir leider auch nicht mehr erzählen).

Schau dich aber mal auf alle Fälle nach nem Trainer um, der weder mit Starkzwang noch mit Sprühhalsbändern arbeitet!

Viel Glück, ich wünsch dir und deinem Hund das Beste!
_____________________________

LG Alex mit Milo, Spaniel-Mix * Oktober 2008

Hier kommt die Maus!

My Korb is my Castle.
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Beitragvon Brazzino » 05.04.2009 20:18

Hallo, danke für die schnelle Antwort...

sein Grundgehorsam ist super wenn kein fremder Hund in der Nähe ist. ich habe noch eine 3-Jährige Boxerbulldoggenhündin mit der er aufgewachsen ist. es gibt noch eine Hündin mit der er aufgewachsen ist und mit denen klappt alles super..sozusagen große Liebe. Mir gegenüber verhält er sich total anhänglich und verschmust. Mit anderen Menschen gibts auch keine Probleme nur manchmal meint er er müsste dem Männerbesuch demonstrieren das Ich ihm gehöre, das zeigt sich in dem er dann spielerisch versucht sich dazwischen zusetzen.
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Beitragvon Rateropower » 05.04.2009 20:20

Also ich würde nach dieser Negativ-Erfahrung mit dem Halsband deinem Hund zwar das Halsband anlegen, aber ihn am Geschirr führen. Reagiert er toll auf Leckerlies? Dann fütter ihm das Halsband schön. Also Hund mit der einen Hand stopfen ohne Ende und das Halsband dann anlegen, aber nicht die Leine dran befestigen. Das erst später. Such dir nen guten Hundetrainer, der dir und deinem Hund wieder zeigt, dass das Leben schön ist. Gib deinem Hund soviel Sicherheit, wie du aufbringen kannst. Er muss die anderen nicht anblaffen, wenn dann solltest du das tun. Du bist der Chef und du musst das regeln. Also nimm ihn immer auf die den anderen abgewandte Seite von dir, dass du dich zwischen dem Entgegenkommenden und deinem Hund befindest. So schirmst du ihn etwas ab und signalisierst ihm, dass du ihn beschützt und er nix machen braucht.

Ansonsten.... knuddel ihn mal! Er tut mir voll leid. So klein und knautschig und dann so von einer unfähigen Trainerin versaut. Aber das kriegste sicher wieder hin. Viel viel Geduld und Sicherheit für den Hund. Dann klappt das.
LG
Sandy & Rocky & (unvergessen und geliebt Jenny)

Ein Blick in die Augen meines Hundes und ich bin der glücklichste Mensch der Welt!
Rateropower
 
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Beitragvon conny06 » 05.04.2009 21:04

Kann es nicht sein, daß dein Hund mit 18 Monaten, jetzt in einer Art "Prollphase" steckt?
Auf der einen Seite, der volle Angeber, aber eigentlich eher unsicher.
Du schreibst, dein Hund stellt Besitzansprüche gegen männliche Besucher, indem er sich spielerisch dazwischen setzt.
Holla, diesen Zahn würd ich ihm aber ganz schnell ziehen. Dein Hund hat sowas nicht zu bestimmen.
Mit Sprühhalsband funktionieren Hundebegegnungen? :???:
Kennt dein Hund klare Regeln und Grenzen?
Wie verhälst du dich denn in den Situationen, wenn euch andere Hunde begegnen?
Wirst du auch steif und denkst, oh Mann hoffentlich benimmt er sich nicht wieder wie ein Berserker?
Oder bist du ganz cool? :D


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Beitragvon bibidogs » 05.04.2009 21:13

Zu der "Trainerin" sage ich lieber nichts :zensur:

Was noch interessant wäre, wie kam es damals zu der Situation, in der er gewürgt wurde? Aus welchem Grund ist sie soweit gegangen?

Ich habe auch eine angst-agressive Hündin, allerdings liegt das bei ihr daran, weil sie zweimal gebissen wurde. Seitdem sind ihr fremde Hunde nur in den allerseltensten Fällen symphatisch.

Ich trainiere mit ihr am Geschirr, sie hat ein K9 und wenn ich weiß, daß ich vielen Hunden begegne, dann sichere ich sie zusätzlich mit einem breiten Zugstophalsband. So kann ich, wenn sie entspannt ist, nur am K9 führen, wenn sie doch ausflippt, bringe ich sie mit dem Halsband so unter Kontrolle, daß sie mich anschauen muss.
Gehst Du mit beiden Hunden zusammen raus oder allein mit ihm??
Ich persönlich würde ihn an einen Maulkorb gewöhnen, so kannst Du sicher sein, daß dem anderen Hund nichts passiert. Dann würde ich mir erstmal ganz ruhige, souveräne, am besten wesentlich ältere Hunde, die werden meistens schneller akzeptiert suchen und mit denen trainieren. Es wird eine Zeit dauern, aber irgendwann wird er wieder vertrauen fassen. Bibo ist auch nur komplett verträglich mit den Hunden, die sie von klein auf kennt, alle anderen sind erstmal "Feinde" :/
bibidogs
 

Beitragvon blackbetty » 05.04.2009 21:16

Hallo,

oh oh, das tut mir sowas von leid, was Euch da passiert ist.

Auch wenn es hart klingt, aber ich denke, Dein Hund ist traumatisiert nach diesem Erlebnis. Deine Schilderung, wie er sich verhält, wenn Ihr auf Hunde trefft, bestätigt das absolut.

Ich denke mir, daß er das tatsächlich mit dem Ereignis verknüpft. Und nun kommt da ein anderer Hund, Du nimmst ihn vielleicht ganz unbewußt kürzer an der Leine, er spürt den Druck am Hals und der Teufelskreis beginnt. Sein Trauma kommt hoch, er versucht dem zu entkommen und zieht erst recht, Du hälst dagegen, weil Du ihn halten willst und er versucht einfach irgendwie, diesem Würgen zu entkommen und macht es mit Strampeln und Drehen und Ziehen nur schlimmer. Das muß für den Hund die Hölle sein in dem Moment. Und das alles mit dem Anblick eines anderen Hundes.

Ich denke, Ihr kommt da ohne professionelle Hilfe nicht wieder raus. Mein erster Tip wäre auf jeden Fall (also unbedingt), ihn an ein Geschirr zu gewöhnen, daß dieser verhaßte Druck auf den Hals erstmal weg ist. Vielleicht entspannt sich dadurch schon einiges.

Und dann müßt Ihr unbedingt mit kompetenter Hilfe an seiner Angstaggression arbeiten. Such Dir einen guten Trainer. Hier im Forum kann Dir bestimmt jemand einen empfehlen.

Viel Glück und liebe Grüße

BETTY und Ronja

PS.: Einen dicken Knuddler an Deinen Wuffi.
Es gibt zwei Dinge im Leben, die nie mehr wiederkehren: Der abgeschossene Pfeil und die verpaßte Gelegenheit

FOTOGALERIE DER USERHUNDE...: Seite 1
Ronja-Räubertochter
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Beitragvon ~Milo~ » 05.04.2009 21:31

Hallo,

oje das tut mir echt leid.

Ich würde dir ebenfalls erst mal ein Geschirr empfehlen, um den druck zu nehmen.
Wo wohnst du denn? Vielleicht kann dir jemand einen kompetenteren Hundetrainer empfehlen, mit dem du trainieren könntest

Für mich wäre es noch interessant zu wissen, was die Trainerin denn überhaupt bezwecken wollte und was für eine Aktion voraus gegangen ist, denn mir fällt absolut kein Grund ein, einen Hund zu würgen, der bekommt doch genauso wie wir Menschen wenn wir gewürgt werden Todesängste! :zensur:

Ich hoffe du bekommst hier einige Trainer genannt mit denen du dich in Verbindung setzen kannst und ich bin mir sicher, dass ihr das Problem gemeinsam und mit sehr sehr viel Geduld in den Griff bekommen könnt!

Liebe Grüße
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