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ANGRIFF... und ich bin machtlos

Alles rund um Haltung & Ausbildung & Erziehung.

Moderator: DF-Mods

ANGRIFF... und ich bin machtlos

Beitragvon Arco der Erste » 09.11.2010 13:31

Hallo Foris,

nachdem ich seit langer Zeit nur stiller Mitleser bin, habe ich jetzt doch ein Problem, bei dem ich nicht weiterkomme.

Zu aller erst: Habe mit Arco am letzten Sonntag die Begleithundeprüfung bestanden! :yes:

ABER: als wir bei der Auswertung standen, ist Arco wie verrückt auf den zweiten Hund losgegangen. Konnte ihn halbwegs noch abhalten, aber der Prüfer hat schon die Augenbrauen hochgezogen... Ich denke, am liebsten hätte er mir das "Bestanden" wieder aberkannt... :ops:
Selbiges ist dann bei der Urkundenvergabe nochmal passiert.

Da meiner Meinung nach es an mir liegt und Arco denkt, er müsse für mich die Lage abchecken, habe ich mal Gedanken drum gemacht.
Also:
An Grundstücken, wo ich weiß, das es dort andere Hunde gibt, gehe ich zwischen Grundstück und Hund.
Dann lasse ich den Hund viel hinter mir laufen - soll für ihn heißen: ICH checke die Lage ab! :barb:
Zu Hause verlasse ich zuerst das Haus und betrete es auch als erstes.

Aber viell. könnt ihr mir sagen, was ich aus Eurer Sicht noch tun kann um dem Hund begreiflich zu machen, das ich der "Herr im Haus" bin.

Lieben Dank schonmal für Eure Unterstüzung.

Anja und Arco :winken:
Arco der Erste
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Beitragvon sinaline » 09.11.2010 13:37

Ach Du meine Güte :schockiert: ...ich bin jetzt nicht schokiert wegen des Angriffs, sondern wegen der blöden Situation ansich.

Aber ich denke Du solltest Euer Verhältniss zu Hause und draussen noch ein bischen beschreiben.
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sinaline
 
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Beitragvon Hundenase » 09.11.2010 13:39

Hallo Anja,

du schreibst hier nur von einem "Angriff" bei der bestandenen Prüfung, wie verhält er sich denn im Alltag anderen Hunden gegenüber? Ist er da aggressiv/Leinenagressiv, wie siehts im Freilauf aus?

Bei so einer Preisverleihungssituation ist mir jetzt zuerst in den Sinn gekommen, dass die Hunde da ja recht eng beeinander sein müssen. Vielleicht lag es nur an der Unterschreitung der Individualdistanz, die dein Hund situationsbedingt aushalten musste. Vielleicht konnte er auch genau den anderen Hund (Rüde, Hündin?) nicht leiden. Wenn dem so ist, würde ich die Maßnahmen, die du ergriffen hast, im Grunde nicht für zweckdienlich halten. Mal sehen, was die anderen sagen :)

Grüße, Nadja
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Hundenase
 
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Re: ANGRIFF... und ich bin machtlos

Beitragvon jasuma » 09.11.2010 13:48

Arco der Erste hat geschrieben:Dann lasse ich den Hund viel hinter mir laufen - soll für ihn heißen: ICH checke die Lage ab! :barb:
Zu Hause verlasse ich zuerst das Haus und betrete es auch als erstes.


Hi,
nur diesen Punkt betrachtet sehe ich etwas anders.
Das Du zuerst das Haus verlässt ist richtig. Damit zeigst Du dem Hund, dass Du zuerst schaust, ob die Lage auch sicher ist.
Allerdings sollte meiner Meinung nach Dein Hund zuerst das Haus betreten.
Damit sicherst Du ab, dass auch das ganze Rudel da ist und nicht im letzten Moment noch was passieren kann. (So machen das die Wölfe auch!)
Begrüßt Dich Dein Hund an der Tür, wenn er alleine war? Oder bleibt er ruhig auf seinem Platz und wartet bis Du Ihm ein Signal gibst?

Ich könnt mir aber auch vorstellen, dass einfach die gesamte Situation zu der Reaktion Deines Hundes geführt hat.
LG
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jasuma
 
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Beitragvon Arco der Erste » 09.11.2010 13:48

Also, ich würde schon denken, das wir ein gutes Verhältnis haben.
Mein Hund vertraut, lässt alles mit sich machen und ist auch sonst top.

Er ist leinenführig, gibt Spielzeug, Futter, Beute etc. auf Kommando aus und ist auch sonst kaum zu spüren.
Auf dem Hundeplatz selbst funktioniert es mit Hunden die er kennt, richtig gut. Sozialisierung, Unterordnung kein Problem! :gut:
Aber wehe, es taucht ein fremder Hund auf. Wobei ich hier unterscheiden muss: ein fremder UNKASTRIERTER Rüde!
Dann ist Theater hoch zehn.

Wenn sich dann gekabbelt wurde, ist aber auch gut.
Also irgendwie bin ich mit meinem Latein am Ende.

Thanks for help
Arco der Erste
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Beitragvon Arco der Erste » 09.11.2010 13:53

Arco ist, wenn ich nach Hause komme, meist schon draußen (wir haben einen Bauernhof - nicht eingezäunt).
Läuft dann neben dem Auto her, bis ich eingeparkt habe und wartet brav im Sitz, bis ich ausgestiegen bin.
Meist drücke ich dann meinem Mann einen Kuß auf und begrüße dann den Hund. Eine ganze Weile habe ich ihn mal beim nach Hause kommen ignoriert.

Habe im Übrigen vergessen zu erwähnen, das er mir auch ständig nachläuft. Das versuche ich seit geraumer Zeit auch zu unterbinden, in dem ich ihn irgendwo ablege und immer wieder belohne, wenn er brav liegenbleibt, bis ich ihn freigebe.
Aber wirklich auf seinen Platz geschickt, habe ich ihn noch nicht... :???:
Arco der Erste
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Beitragvon meckmeck » 09.11.2010 14:02

Was hast du denn gemacht, als dein Hund einen anderen angegriffen hat?

Ich halte nicht viel von dem vor mir durch die Tür oder nach mir durch die Türe oder ignorieren beim begrüßen oder Hund soll hinter einem laufen.
Glaub mir Hunde können auch hören und artig sein, wenn sie diese Regeln nicht einhalten.
Schlanke Menschen sind nur zu doof zum Essen!
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meckmeck
 
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Beitragvon puderzucker » 09.11.2010 14:04

meckmeck hat geschrieben:Was hast du denn gemacht, als dein Hund einen anderen angegriffen hat?

Ich halte nicht viel von dem vor mir durch die Tür oder nach mir durch die Türe oder ignorieren beim begrüßen oder Hund soll hinter einem laufen.
Glaub mir Hunde können auch hören und artig sein, wenn sie diese Regeln nicht einhalten.


Es geht nicht um hören oder artig sein, es geht darum den Hund ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Einen Hund der Angst hat, kannst du nicht was von hören und artig sein erzählen, den musst du durch deine Führung beruhigen und ihm, wie die TS schon sagte, klar machen das DU die Lage checkst und die "Gefahrenbewältigung" übernimmst.
Franzi & Titus (Miniature Australian Shepherd, *21.5.2010)

The power of imagination makes us infinite.
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Beitragvon jasuma » 09.11.2010 14:59

puderzucker hat geschrieben:
meckmeck hat geschrieben:Was hast du denn gemacht, als dein Hund einen anderen angegriffen hat?

Ich halte nicht viel von dem vor mir durch die Tür oder nach mir durch die Türe oder ignorieren beim begrüßen oder Hund soll hinter einem laufen.
Glaub mir Hunde können auch hören und artig sein, wenn sie diese Regeln nicht einhalten.


Es geht nicht um hören oder artig sein, es geht darum den Hund ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Einen Hund der Angst hat, kannst du nicht was von hören und artig sein erzählen, den musst du durch deine Führung beruhigen und ihm, wie die TS schon sagte, klar machen das DU die Lage checkst und die "Gefahrenbewältigung" übernimmst.


Genau aus diesem Grund haben wir uns für ein solches Konzept entschieden und innerhalb von kürzester Zeit mit null Training und wenig Einsatz einen anderen Hund erhalten... ;)
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Beitragvon Joco und Co » 09.11.2010 15:02

Hallo,

dieses, wer geht als Erster durch die Tür etc, sagt nichts darüber aus, ob Du dem Hund Sicherheit gibst.

Dein Hund ist ja eine Mischung vom Feinsten. Kaukase, Labbi, Schäferhund und Ridgeback.(wenn ich es richtig gelesen habe) Da kommt eine Portion Beschützerinstinkt zusammen .
Das erkennst Du ev auch daran, dass er Dir auf Schritt und Tritt folgt. Kontrolleur ohne Ende und das solltest Du in jedem Fall abwenden. Schließe die Türen, wenn Du ein Zimmer verlässt; gebe ihm das Kommando auf seiner Decke zu bleiben, sodass er Dich nicht ständig kontrollieren kann. Diese Kontrollaktionen sind auch Stress für den Hund

Da Du die BH gemacht hast, solltest Du Dich mal mit dem Trainer zusammentun und mit ihm das Problem besprechen. Ich finde es schon bedenklich, dass Dein Hund andere Artgenossen so attackiert und hier eine Empfehlung abzugeben, finde ich persönlich, etwas gewagt.
Viele Grüße
Conny mit Dago und Atti

Wer sie sehen will, guckt
hier

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Einen Hund zu verletzen dauert nur wenige Sekunden.
Sein Vertrauen zurück zu gewinnen jedoch mehrere Monate
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