Arco der Erste hat geschrieben:[...] als wir bei der Auswertung standen, ist Arco wie verrückt auf den zweiten Hund losgegangen. [...] Selbiges ist dann bei der Urkundenvergabe nochmal passiert.
Beides mal bei dem selben Hund? Vielleicht fanden die beiden sich einfach doof. Dazu noch das stressige Umfeld der Prüfungssituation... da kann es schon mal knallen. Hunde sind ja auch nur Menschen

Arco der Erste hat geschrieben:Dann lasse ich den Hund viel hinter mir laufen - soll für ihn heißen: ICH checke die Lage ab!
Zu Hause verlasse ich zuerst das Haus und betrete es auch als erstes.
Dieses "als erster durch die Tür gehen" ist quatsch. Hunde haben ein anderes Verhältnis zu Türen und der Reihenfolge, wie sie durchschritten werden, als Menschen. Nämlich: keins

Bei Menschen kann es schon mal wichtig sein, jemandem die Tür aufzuhalten und zu warten. Oder wenn wir mit dem Wohnungsbesitzer gemeinsam in die Wohnung schreiten, dann tun wir das - als Gast - natürlich nach ihm. Hunden ist das piepegal. Hundi wird das registrieren, dass du als erster gehst und - je nach IQ - vielleicht sogar irgendwann von alleine warten. Aber irgendeine Rangfolge kannst du damit nicht steuern.
Bei dem Thema, ob der Hund vor oder hinter dir laufen soll, scheiden sich die Geister. Die einen lassen ihn hinten laufen, weil sie glauben, dass er sie dadurch als Chef anerkennt (was mMn dadurch nicht erreicht wird). Die anderen lassen ihn vorne laufen, damit sie sehen, wenn er Blödsinn macht und eingreifen können. Wieder anderen ist es egal, denn der Hund hört trotzdem (nicht).
Arco der Erste hat geschrieben:Aber viell. könnt ihr mir sagen, was ich aus Eurer Sicht noch tun kann um dem Hund begreiflich zu machen, das ich der "Herr im Haus" bin.
Ich glaube, man sollte generell nicht soviel Theater um diese Wer-Ist-Hier-Der-Boss Sache machen. Wenn du der "Herr im Hause" sein willst, dann sei es einfach. Gib deinem Hund sinnvolle Regeln und sei konsequent in deren Durchführung. Verhalte dich souverän deinem Hund gegenüber und nimm ihm Entscheidungen ab.
Wenn ich deine Postings richtig gelesen habe, dann tust du das schon ansatzweise. Dein Problem liegt vielleicht darin, dass dein Hund deine Art zu kommunizieren nicht versteht. Es kann aber auch sein, dass das Problem mit all dem gar nix zu tun hat und du ganz woanders ansetzen musst.
Was mir spontan einfällt ist, ihn draussen zu beschäftigen und an dich zu binden durch Spiele oder irgendwelche Aktivitäten, so dass er sich daran gewöhnt, dass es sich lohnt auf das zu achten, was du machst. Impulskontrolle wäre evtl. auch ein Thema für euch, um eine Art "Rückfrage" zu trainieren, die der Hund an dich stellt, wenn irgendetwas ungewöhnliches passiert.
Das mit dem Wasser würde ich sein lassen. Wenn du Pech hast, erklärt dich der Hund für total verrückt und distanziert sich noch weiter von dir. Zudem könntest du eine Situation, die eigentlich glimpflich ablaufen würde, dadurch erst eskalieren lassen.