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an die Schafhalter unter euch

Alles rund um Schafe.

Moderator: DF-Mods

an die Schafhalter unter euch

Beitragvon Justus » 05.10.2011 07:06

Ich habe gerade bei animal health online folgende Meldung gelesen: http://www.animal-health-online.de/klein/2011/10/04/amtsveterinare-behandeln-schafe-mit-madenbefall-untatiger-halter-muss-kosten-tragen/7729/.
SInd 564 Schafe nicht eine riesige Herde? Ich kann mir garnicht vorstellen, dass man soviele vernünftig halten kann :???: . Dieser Schafhalter war augenscheinlich überfordert. Und bekommt hoffentlich Auflagen.
Gruß
Katja
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Re: an die Schafhalter unter euch

Beitragvon meckmeck » 10.10.2011 10:36

Justus hat geschrieben:SInd 564 Schafe nicht eine riesige Herde? Ich kann mir garnicht vorstellen, dass man soviele vernünftig halten kann


Das ist eine Normalgroße Herde und definitiv nicht zu viel!

Madenbefall ist eine furchtbare Sache, gerade aber bei den Witterungen nichts ungewöhnliches und es kommt in den Besten Herden vor.
Es muss noch nicht einmal am Kotverschmierten Schwanz anfangen, sondern kann auf dem Rücken beginnen, wenn es geregnet hat oder wenn ein Schaf niest und der Rotz auf einem anderen Schaf ist.

Gerade bei Tieren mit etwas längerer Wolle, erkennt man es nicht immer gleich. Zudem braucht man ein geübte Auge um es von weitem zu erkennen.
Dann ist aber sofortiges Handeln gefragt. Die Behandlung ist einfach. Wegschneiden der Wolle an den betroffenen Stellen und dann behandeln mit Medikamenten zum aufgiesen.
Schon nach einem Tag nicht sehen, kann gerade das Lamm bei lebendigem Leib aufgefressen werden.

Der Durchfall der Tiere muss nicht von Wurmbefall kommen. Es kann auch sein, das die Tiere zuviel Fallobst oder Auswuchs gefressen haben.

Warum allerdings das VetAMt das in einer Nacht und Nebelaktion macht, ist mir ein Rätsel!
Schlanke Menschen sind nur zu doof zum Essen!
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Re: an die Schafhalter unter euch

Beitragvon Justus » 19.10.2011 08:58

Danke für die Aufklärung. Anscheinend war der Befall so schlimm, dass das Vetamt gleich handeln musste. Anders kann man sich das nach deiner Erklärung nicht vorstellen.
Katja
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Re: an die Schafhalter unter euch

Beitragvon redborder » 19.10.2011 10:08

Ich hatte den Bericht auch gelesen und das VetAmt ist deshalb gekommen, weil der Schafhalter
schon einige Fristen hat versäumen lassen ohne gehandelt zu haben.
Das war die einzig richtige Entscheidung, es so zu machen.
Es gibt leider immer wieder Tierhalter (egal welche Rassen), die sich einfach nicht gescheit kümmern.
Diesen kommt man leider nicht anders bei.


Und bis das VetAmt eine solche Aktion macht, muss schon einiges passiert sein.

Sanny
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Re: an die Schafhalter unter euch

Beitragvon wildsurf » 02.11.2011 14:56

würde das gerne nochmals aufgreifen..


Ist dieses "Madenproblem" der Schmeissfliegenlarven eine "natürliche" Sache? Oder ist das eine Begleiterscheinung der Massentierhaltung? Oder sind nur bestimmte Rassen davon befallen?
Wie sieht es aus z.B. in Ländern, wo die Schafe lange Zeit sich selber überlassen sind bevor sie zum scheren, impfen etc. zusammen getrieben werden - haben die robustere Rassen oder ist ein gewisser Prozentsatz an Ausfall einfach normal?

Würde mich als Schafslaie sehr interessieren :)
liebe Grüsse Kathrin & Caron


Vielleicht ist das Lachen ein Sonnenstrahl, der von aussen auf uns fällt
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Re: an die Schafhalter unter euch

Beitragvon meckmeck » 02.11.2011 15:10

Es ist denke ich eine natürliche Sache. Es kann in kleinen Beständen sowie in rießen Beständen auftreten.

Das Problem hängt eher mit dem Wetter und der Wollart zusammen.
Gut gestapelte, dichte Wolle ist nicht so häufig davon betroffen, da da das Wasser besser abfliest. Lange, wuschelige Wolle, die Wasser eher speichert und auch von der Regenfäule eher betroffen ist, begünstgt den Madenbefall.
Grob kann man sagen, wenn es feucht und warm ist, begünstigt es die Madenbildung. Da die Fliegen auf feuchte Stellen ihre Eier ablegen woraus dann die Maden schlüpfen.
Es kann auch davon kommen, das wenn ein Schaf niest und das auf einem anderen Schaf landet, sich darauf die Fleigen niederlassen.
Und natürlich auch durch Durchfall, der Futter und Parasiten abhängig sein kann.

Häufig ist es nunmal so, dass sich der Madenbefall meist vom Rücken über der Schwanzwurzel aus ausbreitet.

Schafe mit langen Schwänzen haben ein großeres Risiko, da sich diese öfters mal verunreinigen, durch Kot und Urin.

Die Behandlung ist einfach. Maden entfernen, Wolle entfernen und Sebacil oder Butox drauf machen. Das heilt dann auch gut ab.
Schlanke Menschen sind nur zu doof zum Essen!
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Re: an die Schafhalter unter euch

Beitragvon Morrigan » 23.12.2011 11:17

Puh, das wusste ich gar nicht. Wieder was gelernt. Ich dachte, das tritt nur auf, wenn es schon vorher eine Wunder gab.
Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein.

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