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Allergie, Milben oder, oder, oder?

Alles rund um die Gesundheit Eurer Hunde.

Diese Rubrik ersetzt nicht den Tierarzt oder einen Besuch bei dem Selbigen.

Moderator: DF-Mods

Allergie, Milben oder, oder, oder?

Beitragvon microfishi » 13.01.2010 10:52

Liebe Foris, ich brauche mal Eure Meinung, weil ich selber etwas verunsichert bin!
Mein Stanley ist ca. 4 Jahre alt, kam aus dem Tierheim, lebt seit 9 Monaten bei uns und hat Epilepsie, die mit Luminaletten behandelt wird. Seit er die Medis bekommt, ist er anfallsfrei :gott: !
Seit dem Sommer haben wir das Futter getreidefrei umgestellt, füttern Kriening Fleischdosen mit Lunderland Gemüseflocken.
Seit Anfang November bekommt mein Hund regelrechte Kratzattacken, der Juckreiz scheint ihn sehr zu quälen. Es ist aber nichts zu sehen, die Haut ist nicht gereizt oder schuppig. Das Fell glänzt, allerdings haart er meiner Meinung ein bisschen viel, aber von Anfang an!
Zunächst waren Parasiten im Verdacht - also alles gewaschen, gesaugt und mit Spot on behandelt (sehr ungerne), Hund säuberlichst gekämmt ---Nichts!
Dann waren wir beim Bereitschaftstierarzt, weil es über Weihnachten irgendwie schlimmer wurde. Der leerte die Analdrüsen und meinte, es müsse jetzt besser werden. Wir bildeten uns eine sehr leichte Besserung ein, aber nicht wirklich.
Gestern war ich nun wieder beim Arzt. Der hielt mir einen Vortrag mit unendlichen Möglichkeiten, die als Ursache in Frage kommen könnten, untersuchte Ohren (okay), Fell und Haut (okay) und gab mir "Advocate" mit, für eine mögliche Milbenbekämpfung und gleichzeitig sollte ich ein antiallergenes (?) Mittel (Cetrizin 10) am Abend geben.
Nun bin ich ein bisschen skeptisch, weil er versuchen will, 2 mögliche Ursachen auf einmal zu bekämpfen, außerdem schreckt mich die viele Chemie ab!
Was meint ihr, überreagiere ich? Wäre die doppelte Vorgehensweise angebracht?
(Im Stillen habe ich auch eine fürchterliche Angst, dass die Epilepsiemedis der Auslöser sein könnten, obwohl sie ja schon seit August gegeben werden. Er ist mit ihnen seit dem anfallsfrei und ich bin jeden Tag so unendlich dankbar!)
Vieln Dank für Eure Gedanken!
Liebe Grüße aus Berlin
Andrea und Stanley
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Beitragvon Indianheart » 13.01.2010 10:57

Hi Andrea,

hast Du mal versucht, die Sache homöopathisch anzugehen ???

Liebe Grüße
Alexandra

PS: Würde Dir raten, mal einen Tierheilpraktiker aufzusuchen.

Hat er irgendwelchen Stress oder Ängste ?
Ein Border Collie ist erst am Vieh richtig schön
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Beitragvon susami » 13.01.2010 11:01

Hi,

mein Hund hat extrem auf Futtermilben reagiert - konnte also auch nicht diese getrockneten Gemüseflocken vertragen (Futtermilben sind in ALLEM was irgendwie getrocknet ist, auch in Reis+Nudeln+Ochsenziemer)

Tausch mal das Trockengemüse gegen frisch (oder TK, leicht gedünstet) - als Kohlenhydratquelle kannst Du wenn Du willst Kartoffel zufügen.
Wenn es DAS ist sollte Dein Hund da innerhalb von 2-3 Tagen reagieren = weniger kratzen.
susami
 
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Beitragvon microfishi » 13.01.2010 11:04

Hallo Indianheart, nein, so richtig homöopathisch haben wir nicht behandelt. Er ist allerdings ein sehr quirliger Hund, der reizoffen auf lautstarke oder unruhige Situationen, vor allem mit Männern, geagiert (ich denke da gibt es eine Vorgeschichte).
Ich habe ihm eine ganze Weile Magnesium phosphoricum D6 zur Beruhigung gegeben, aber als der Allergieverdacht das erste Mal im Raum stand alles zusätzliche abgesetzt! War vielleicht nicht richtig - oder?
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Beitragvon SilkeHH » 13.01.2010 11:07

Hallo,

verstehe nicht, dass der Tierarzt die Medis nur auf Verdacht gibt.
Ob Milben oder Parasiten vorliegen, kann doch nachgewiesen werden. Und Advocate sollte dann auch nur verabreicht werden, wenn Milben vorhanden sind. Zudem eine einmalige Anwendung dann meist nicht mal ausreicht.

Ich würde Ursachenforschung betreiben.
Als erstes die Gemüseflocken weglassen und durch frisches oder gefrorenes Obst/Gemüse ersetzen. Ergibt sich keine Besserung, dann ab zu einem anderem Tierarzt, der nicht auf Verdacht behandelt, sondern erst mal schaut, was Sache ist und dann eine entsprechende Therapie verordnet.

Viele Grüße aus HH
Silke
SilkeHH
 
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Beitragvon microfishi » 13.01.2010 11:11

Oh susami, und ich dachte, ich tu dem Fellmatz was Gutes, weil ja auch abwechslungsreich - und ich habe von Lunderland nur Gutes gehört. Aber, die Idee ist gar nicht so abwegig, ich lasse die Flocken in den nächsten Tagen weg und gebe TK-Gemüse (welches) dazu, oder Reis, Kartoffeln ... .
Bin im Selbstkochen und Zubereiten unerfahren! Das Mischen der Komponenten war schon neu für mich!
Ist aber einen Versuch wert, leuchtet sogar ein! Danke susami !
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Beitragvon microfishi » 13.01.2010 11:16

Hey SilkeHH, ja die Verdachtsbehandlung hat mich auch gestört, aber er meinte, die meisten Milbensorten sitzen unter der Haut und sind nur selten und schwer nachzuweisen, die Testergebnisse würden dann negativ zeigen und es wären trotzdem welche da!
Kahle Stellen, wiei ich das schon auf so manchem Bild gesehen hat, hat er aber nicht!
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Re: Allergie, Milben oder, oder, oder?

Beitragvon rotti-frauchen » 13.01.2010 11:27

microfishi hat geschrieben:untersuchte Ohren (okay), Fell und Haut (okay) und gab mir "Advocate" mit, für eine mögliche Milbenbekämpfung und gleichzeitig sollte ich ein antiallergenes (?) Mittel (Cetrizin 10) am Abend geben.


hallo,

das vorgehen des ta finde ich sehr merkwürdig. ;)
ich würde meinem hund keine chemie verabreichen, auf einen eventuellen verdacht hin.

kannst du nicht noch mal zu einem ta gehen, der sich ein wenig mehr mühe gibt, und mal ein paar weitere untersuchungen durchführt?
bei einem milbenverdacht sollte zumindest eine blutuntersuchung stattfinden.
wobei ich nicht verstehe, wie er auf den verdacht kommt, wenn fell und haut in ordnung sind.

gruß marion
rotti-frauchen
 

Beitragvon SilkeHH » 13.01.2010 11:39

microfishi hat geschrieben:Hey SilkeHH, ja die Verdachtsbehandlung hat mich auch gestört, aber er meinte, die meisten Milbensorten sitzen unter der Haut und sind nur selten und schwer nachzuweisen, die Testergebnisse würden dann negativ zeigen und es wären trotzdem welche da!
Kahle Stellen, wiei ich das schon auf so manchem Bild gesehen hat, hat er aber nicht!


Hallo,
dann scheint er sich auf diesem Gebiet nicht sonderlich auszukennen.
Schau Dir hier die Links an oder such einfach mal selbst im Inet. Da findet man reichlich Infos:
http://www.hauttierarzt.de/lexikon/demodikose
http://www.hauttierarzt.de/lexikon/sarkoptesraeude

Wenn die Haut und das Fell in Ordnung sind, wäre ein Verdacht auf Milben wie in den Links beschrieben eher gering, wobei massive Fell- und Hautkennzeichnungen ja meist erst auftreten, wenn der Milbenbefall schon ausgeprägt ist.

Als TK-Gemüse nehme ich gerne so eine Mischung aus Brokkoli. Blumenkohl und Möhren. Das koche ich leicht an und fertig. Mein Hund liebt das Zeugs.

Viele Grüße aus HH
Silke
SilkeHH
 
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Beitragvon microfishi » 13.01.2010 12:03

Danke SilkeHH, habe mir gleich alles durchgelesen und werde das Gefühl nicht los, dass es mich überall juckt :D !
Nein, mal im Ernst, es war sehr interessant. Der Tierarzt hat keinen Schabeabstrich gemacht. Den Verdacht mit den Milben habe ich glaube ich in das Gespräch gebracht, weil ich noch keinen Hund hatte, der welche besaß und ich irgendwo gelesen hatte, dass der Juckreiz so stark ist.
Meine erste Maßnahme wird sein, dass ich jetzt Einkaufen fahre und Gemüse hole, das ist wirklich einen Versuch wert.
Hilft das nichts, suche ich noch einen anderen TA auf, wenigsten noch eine 2. Meinung einholen, bevor ich chemisch agiere, ein Teirheilpraktiker wäre auch nicht schlecht, muss mich mal erkundigen, wo ein guter zu finden ist. Wenn nichts hilft, werde ich trotzdem erst einmal gegen mögliche Milben vorgehen, das Antiallergikum nicht auch noch parallel geben.
Den Termin nächste Woche beim "behandelnden"TA werde ich erst mal absagen, um die anderen Versuche starten zu können.
Vielen Dank für Eure Hinweise!
Andrea und Stanley aus Berlin
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