von Champ » 15.01.2010 17:23
Hallo
Also ich würde es auf jeden Fall probieren. Such Dir einen guten Verein oder HuSchu, welche mit dem Problem auch richtig umgehen können. Schlimm wäre es, wenn darauf nicht eingegangen würde. Ich habe es leider schon oft erlebt, dass die Hunde beim Training nicht angeleint werden und sich bei Pausen, Parcourbesichtigungen, Besprechungen etc. frei auf dem Platz bewegen können. So etwas würde ich auf jeden Fall meiden.
Meine Fellnase kommt auch aus dem Tierheim, ist jetzt seit 4 Jahren bei mir. Er hatte (und hat teilweise noch immer) panische Angst vor Menschen, fremden Umgebungen, Geräuschen, veränderten Situationen, Laub welches rumfliegt, Stöcke die irgendwo stehen oder sonst vor allem, was er nicht genau zuordnen konnte/kann. Als ich mit dem Agility angefangen habe, war es echt schlimm, er traute sich nicht mal, zwischen etwas durch zu laufen, geschweige denn, durch einen Tunnel zu flitzen oder über eine Wippe zu laufen. Die Slalomstangen flösten ihm nur Angst ein. - Lange habe ich nach einem guten Trainer gesucht und auch nach einem geeigneten Hundeplatz, wo er sich "wohl" fühlt.
Es war ein langer Weg, aber heute hat Champ einfach nur noch Spass und ist richtig gierig auf den Sport. Nach wie vor registriert er, wenn jemand nicht am gleichen Ort wie zuvor sitzt, oder wenn der Trainer ihm mal "zu nahe" kommt oder oder oder. Aber er hat das Vertrauen zu mir, zu den Geräten, zu dem Sport und er weiss, dass ihm hier nichts passieren kann.
Wenn Dein Hund wirklich Spass daran hat, würde ich es, wie gesagt, auf einen Versuch ankommen lassen. Agility ist nicht nur ein Sport, sondern er schafft auch eine Bindung vom Hund zum Hundeführer (und umgekehrt). Agility kann den Hund selbstbewusster machen und wie gesagt, mit einem guten Trainer sehe ich kein Problem. Ich kenne einige Hunde, welche Angst vor andere Hunden haben, welche richtig erfolgreich im Agility mitlaufen.
Gruss
S.