von Esmeralda » 26.12.2005 22:42
Passt jetzt vielleicht nicht zum Thema, aber ich hab letztens nen Hund mit Fahrrad angefahren, einen Tag, bevor es zum ersten mal geschneit hat. Also, da standen zwei Männer mit drei Schäferhunden am Wegrand, und die haben mich auch kommen gesehen. Die Typen haben ihre Hunde auf die linke Seite rübergenommen, so habe ich meinen Hund auf der rechten Seite laufen lassen. Und da meine Hündin läufig war, habe ich sie schon in einiger Entfernung an die Leine genommen, damit sie nicht zu den anderen Hunden hinläuft, denn sie hört in dieser Zeit nicht sonderlich gut. Ich habe extra Gas gegeben, und bin mit ziemlich hoher Geschwindigkeit den Hügel runter, weil ich nicht wollte, dass, falls da Rüden dabei sind, die an meiner Hündin schnüffeln, und ich die dann nicht mehr loswerde. Als ich kurz vor denen war ist einer der Hunde losgestürmt, hat meinen Weg gekreuzt, und ich bin ihm direkt in die Seite reingefahren. Er hat gejault, ist aber nichts passiert. Abgesehen davon, dass ich seitlich im hohen Bogen runter geflogen bin. Ich hatte die Leine fest in der Hand, und ich glaube, dass ich, um das Gleichgewicht zu halten, den rechten Arm hochgerissen habe. Da hing mein Hund dran. Also der Hals von meinem Hund. Zum Glück hatte ich die Leine nicht umgebunden (wo auch immer), so ist sie dann aus der Hand gerutscht, und mein Hund konnte zur Seite springen, weg von den fliegenden Reifen. Ich habe geflucht und gezetert, die Typen haben mir nicht mal aufgeholfen. Als ich dabei war, den Lenker wieder geradezubiegen, wurde mein Hund noch von allen drei Hunden bedrängt! Ich habe den angeschnauzt, warum der seinen Hund nicht festgehalten hatte, er hatte mich doch kommen gesehen. Er meinte, ich hätte ja auch mit Licht fahren können (es war inzwischen dunkel geworden). Ich sagte, was er gemacht hätte, wenn ich mir ein Bein gebrochen hätte, und ob er wenigstens versichert wäre. – Nein, eine Versicherung hätte er wohl nicht, bräuchte er auch nicht! Na toll, dachte ich, bin aufgestiegen, hab meinen Hund aus seiner Bedrängung gezerrt, und bin wutschnaubend weitergefahren.