Hallo,
ich mache mir Sorgen um unsere Hündin und hoffe, ihr habt vielleicht ein paar Tipps für mich.
Unsere Hündin (Dalmatiner-Mix) ist jetzt 1,5 Jahre alt und war immer sehr stürmisch und verspielt. Auf der Freilauffläche lief sie freudig zu jedem Hund (egal ob Rüde oder Hündin) und hoffte auf ein Spiel.
Jetzt ist sie vor 2 Monaten eben dort zum ersten Mal gebissen worden. Alles ging ziemlich schnell. Sie lief zu einem Schäferhund und beide schnupperten. Das Herrchen vom Schäferhund sagte: "Sei lieb" zu seinem Hund. Eigentlich hätte ich da wohl schon stutzig werden müssen, aber fast im gleichen Moment biss der Schäferhund schon zu. Nicht nur so ein bisschen, sondern wir hatten ca. 2 Wochen richtige kleine Blutkrüstchen im Fell, obwohl zuerst gar kein Blut zu sehen war.
Das Erlebnis schien zum Glück keine Auswirkung zu haben.
3 Wochen später dann das nächste Mal. Ein anderer Schäferhund kam uns auf einem Waldweg entgegen und ist direkt auf meine drauf obwohl Sie direkt neben mir war. "Nur" ein kleiner Biss, also nur eine Kruste, vermutlich vom Eckzahn. Jetzt weiß ich, dass der Hund dafür bekannt ist, auf andere loszugehen. Aber das ist ein anderes Thema.
Danach hatte sie erstmal Angst vor fremden Hunden und auch vor dem Waldweg, auf dem Sie den Schäferhund getroffen hatte. Damals war noch ein Labrador dabei, der aber eigentlich nichts damit zu tun hatte, vor dem behielt sie dann die Angst bis heute.
Langsam wurde alles wieder normal und ich habe aufgepaßt, wem wir denn so begegnet sind. Manchmal haben wir dann einfach abgedreht, wenn ich das Gefühl hatte, da kommt jemand, der mit Vorsicht zu genießen ist.
Allerdings muß ich sagen, dass meine Hündin auch ein bisschen schwer von Begriff zu sein scheint und es nicht kapiert, wenn man jemand lieber aus dem Weg geht weil er schon Signale sendet. Stattdessen geht sie dann extra noch gucken (provokation oder Dummheit?)
Jetzt ist es letzte Woche wieder passiert, Maggie spielte auf der Hundewiese mit einem Kumpel. Es kamen drei andere dazu, sie ging zu einer Hündin hin und ehe man wußte was geschah wurde sie von der Hündin unterworfen und lag schreiend auf dem Rücken. Ich bin dann dazwischen gegangen, weil die andere Hunderhalterin keinerlei Reaktion zeigte. Zu Hause zeigte sich dann, dass die andere Maggie nicht nur unterworfen hatte sondern auch in den Hals gebissen hat.
Jetzt geht es aber los:
Seitdem meint meine dann jetzt bei fremden Hündinnen + manchmal kastrierte Rüden immer direkt schnappen zu müssen (evtl. bevor sie es tun ?)
Sie beißt nicht richtig zu, sondern schnappt nur in die Luft daneben, rempelt sie an , danach ist meistens alles gut und sie beschnuppern sich.
Das geht jetzt seit ca. 1 Woche so.
Es geschieht dann, wenn die anderen Hunde uns auf einem Waldweg entgegen kommen und man nur schlecht ausweichen kann.
Hier laufen überigens die meisten Hunde frei auf diesen Wegen.
Ich schimpfe dann und rufe sie ab, mache mir aber Sorgen, wie das weitergehen soll.
Soll ich Sie jetzt bei Begegnungen mit fremden Hunden anleinen ? Ich habe Bedenken, dass ich sie dann eher zum Angsthasen erziehe. Zumal auch nicht alle anderen ihre Hunde anleinen, wenn sie einen angeleinten sehen.
Oder lasse ich die Situation erstmal kommen und schimpfe bei zickereien von ihr ?
Oder setzte ich sie ins Bleib ? Aber das ist auch blöd, wenn sie dann sitzt und die anderen zu Ihr kommen und sie soll sitzen bleiben.
Wir haben kommenden Sonntag Termin in der Hundeschule, wo wir bis zum Sommer waren.
Ich wollte aber gerne vorher schon mal Eure Meinungen dazu hören bzw. lesen.






