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2 Rüden unter einem Jahr?

Alles rund um Probleme mit Euren Hunden.

Moderator: DF-Mods

2 Rüden unter einem Jahr?

Beitragvon *Tyson* » 16.03.2008 22:50

Hallo ihr Lieben

bin neu hier und habe gleich ne Frage.
Wir sind am überlegen uns zu unseren 7 Monate alten Dobermannrüden, noch einen 6 Monate alten Dobirüden aus der Tierheim zu holen. Jetzt wollte ich mal fragen ob das überhaupt klappen könnte, denn meine einzigste und größte Angst ist das Thema Rangordnung. Was ich da jetzt schon gelesen hab wie es da ab gehen kann.... Der Vermittler von dem anderen Hund meinte er könnte den Hund 3 Tage zum "testen" bei uns lassen. Kann man in den 3 Tagen sehen ob sich die beiden verstehen werden und miteinander leben könnten? Denn ich will auf keinen Fall den Hundi dann wieder abgeben müssen! Also könnte sich die Rangordnung in den 3 Tagen klären??? Die Leute die auch 2 oder mehrer Rüden haben könnten ja mal ihre erfahrungen dazu schreiben.


LG Julia mit Tyson
*Tyson*
(Themenstarter)
 
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Beitragvon rotti-frauchen » 16.03.2008 23:00

hallo julia,
das überlege dir mal lieber sehr gut, denn 2 junghunde, die erziehung brauchen, ist schon nicht so ohne.
ich habe auch gerade einen dobi aus dem tierheim geholt. der hund ist "etwas anders", als beschrieben, die realität sieht schon heftig aus. wenn ich da noch einen 2. dazu hätte?
wobei ich ja noch einen 2. hund habe, aber einen älteren erzogenen.

übrigens kann man nicht nach 3 tagen so viel erkennen, der hund muß sich ja erst mal einleben.

viel glück bei eurer entscheidung. gruß marion
rotti-frauchen
 

Beitragvon Aporebu » 17.03.2008 07:56

Guten morgen,

unsere Antwort : klares nein. Marion hat völlig recht.


Wir haben eine Rüden, im Moment 10 Monate, vom Züchter und einfach nur ein wirklich toller Hund.

Aber einen zweiten Hund in etwa in dem Alter :lachtot: :lachtot: , ich lache hier grade. Das tun wir uns nicht an. Absolutes no. Die schlimmsten Rüpelphasen kommen noch, auch bei Dir,

Ich konnte leider aus Deinem Beitrag nicht wirklich rauslesen über wieviel Erfahrung Ihr verfügt. Wir haben viele Jahre Erfahrung und genau aus diesem Grund tun wir es nicht.

Vielleicht kommen ja noch ganz andere Antworten. Aber wir persönlich werden dann vielleicht über einen zweiten Hund nachdenken wenn unser Jungrocker mindestens 2 Jahre ist.

Viel Glück und liebe Grüße. Burgit
Aporebu
 

Beitragvon Fiete_Rudi » 17.03.2008 09:10

Sehe auch das Alter als kritisch an. Hätte mir auch nicht vorstellen können zu unserem noch nicht erwachsenen Hund noch einen youngster dazu zu nehmen.

Habe 2 Rüssel Terrier Rüden. Als Fiete fast 2 Jahre war (ist kastriert) haben wir seinen 9 Wo. alten Halbbruder dazu genommen - es hat wunderbar geklappt und jetzt ist der Kleine (der ihn an Körpergröße überholt hat) 1 Jahr und sie verstehen sich nach wie vor.

Hatte auch immer etwas Angst, dass sich Rangordnungsschwierigkeiten ergeben könnten wenn der Kleine erwachsen wird - doch bisher keine Probleme. Haben auch nicht denn frechsten und vorlautesten Welpen ausgesucht.

Außer dem Alter sehe ich keine Probleme bei 2 Rüden. Und es ist wirklich entspannter wenn der eine schon hört, da kann der kleine gleich von lernen.

Gruß Marion
Fiete_Rudi
 
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Beitragvon BudundKim » 17.03.2008 09:18

Hallo,

ich kann mich den anderen auch anschließen. Wenn man seinen Junghund gut erziehen will, ist das viel Arbeit, und da sollte der Junghund die ungeteilte Aufmerksamkeit bekommen. Ich wüsste nicht,w ie man das mit zweien machen sollte. Ich habe im Mom. eine 7 Monate alte Beauceron-Hündin, und es würde mir äußerst schwer fallen, noch einen Junghund im selben Alter gleich mitzuerziehen. Ich weiß nicht, ob man da jedem Hund wirklich gerecht werden kann. Würdest du dir das denn zutrauen, beide zur gleichen Zeit "umweltgerecht" und/oder noch mehr zu erziehen ?
Liebe Grüße von
Alex mit Buddy und Kimmie
BudundKim
 
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Beitragvon quai11 » 17.03.2008 10:25

Hallo,

ich kann Dir aus eigener Erfahrung nur sagen, lass es.
Wir hatten damals zum Quai (leider verstorben) sechs Wochen später seinen Bruder Quanto noch vom Züchter geholt.
Erziehungstechnisch war das alles kein Problem, aber als die Beiden in das Alter kamen wie dein Hund jetzt ist kam das berühmte Gerangel um die Rangordnung. Es sah zwar immer schlimmer aus als wie die Geschichte war, nie Bisswunden, aber es hat mehrere Anläufe gedauert bis Quanto akzeptiert hat das sein Bruder der Chef ist. Der Weiße hat sich gar nicht erst auf so was eingelassen sondern gleich die Führung abgegeben.
Wir haben jetzt 5 bzw. 2,5 Jahre Altersunterschied zwischen den Rüden und das ist schon okay so.
Bei den ersten Hund sollte wenigstens der Grundgehorsam sitzen, denn er hat quasi eine Vorbildfunktion für den Neuling.

LG Iris + Schäfis
quai11
 

Beitragvon Windi » 17.03.2008 13:41

Hallo,

das Wesentliche haben die Vorschreiber hier schon gesagt: 2 Rüden im nahezu gleichen Alter, dazu kommt noch, dass keiner der Beiden in der Erziehung gefestigt bzw. fertig ist - wobei angemerkt sein darf, dass ein Hund niemals fertig sein wird ;-)

Diese Vorzeichen sind äusserst ungünstig, denn ein Junghund benötigt die 100%ige Aufmerkseimkeit seines Herrchens/Frauchens. Bei 2 Hunden funktioniert so etwas nur in den seltensten Fällen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr 2 "Rüpel" bekommen werdet, ist relativ hoch einzuschätzen.

Aus diesem Grunde empfiehlt man, dass zwischen dem Ersthund und dem Zweithund ein Altersunterschied von 2-3 Jahren liegen sollten. Das ist zwar kein Garant für 2 pflegeleichte Hunde, aber die Chancen stehen hier deutlich besser.

Was das Kennenlernen der Hunde angeht - da reichen meines Erachtens nach keine 3 Tage aus wo die Hunde unter sich die Rangordnung ausmachen. Die Hunde werden immer wieder mal in Phasen geraten, wo sie meinen, die Grenzen neu ausloten zu müssen.

Wir haben 2 gleichaltrige Brüder und können dieses Verhalten dann und wann beobachten. Allerdings greifen wir frühzeitig ein und lassen ein Gerangel bzgl. der "Rangordnung", solange wir selber anwesend sind, einfach nicht zu!

Was die Hunde in unserer Abwesenheit anstellen vermag ich nicht zu beurteilen aber wie gesagt, solange wir selber anwesend sind, lassen wir kein Gerangel zu und bisher (unsere Hunde sind jetzt etwas über 2,5 Jahre alt) haben wir keine grösseren Probleme damit bekommen.

Wenn unbedingt 2 gleichaltrige Hunde Einzug halten sollen, dann sollten im Haushalt auch 2 Personen befindlich sein, die sich jeweils um die Erziehung eines Hundes kümmern - und zwar ausschliesslich um einen! Steht jedoch nur 1 Person zur Debatte, die sich um die Erziehung der Hunde kümmern könnte, ist nach meiner Meinung dringend davon abzuraten, sich 2 Hunde anzuschaffen. Diese Einzelperson wird überfordert sein und aus dieser Situation heraus entstehen weitere Fehler, die dazu führen, dass die Hunde falsch bzw. nicht ausreichend erzogen werden.

Lg
Volker
Wenn Hunde nicht in den Himmel kommen, möchte ich, wenn ich sterbe, dorthin, wo sie sind

Quelle: Will Rogers

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Beitragvon Joco und Co » 17.03.2008 14:56

Hallo,

ich muss mich meinen Vorpostern anschließen, so leid es mir für Dich tut, denn Du hast sicherlich positivere Antworten erwartet, oder?

Der Gehorsam Deines Hundes ist in dem jungen Alter noch nicht gefestigt und wenn Du Dir einen, etwas gleichaltrigen Rüden dazu nimmst, wird es mehr als schwer für Euch.

Warte, bis Dein Hund mind. 2 Jahre alt und sein Gehorsam gefestigt ist.
Damit machst Du Dir das Leben nicht unnötig schwer.
Viele Grüße
Conny mit Dago und Atti

Wer sie sehen will, guckt
hier

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Sein Vertrauen zurück zu gewinnen jedoch mehrere Monate
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Beitragvon Quebec » 17.03.2008 15:31

Hallo Julia,

herzlich willkommen im Dogforum.

Und nun meine Antwort, die nicht wesentlich anders ist, als die meiner Vorschreiber.

Ich habe 4 Rüden, einen lassen wir aus, das ist Idefix, Terriermix, fast 13 J. alt.
Aber jetzt kommts: 3 Neufundländerrüden Arthos fast 4 J. alt, Quebec 2 1/2 J. alt und Woodstock 1 Jahr alt.

Du siehst, es liegen immer ca. 1 1/2 Jahre zwischen den Hunden. Das hat seinen Grund. Obwohl ich, zu dem Zeitpunkt als Arthos ins Haus kam, schon auf über 20 Jahre Erfahrung mit Neufundländern zurück blicken konnte, habe ich immer erst diesen Zeitraum verstreichen lassen. In diesen 1 1/2 Jahren sollte der Hund dann den Grundgehorsam beherrschen und Du solltest Dich weitestgehend auf ihn verlassen können.

Bei einem 7 Monate alten Hund ist das nicht gegeben. Nimmst Du jetzt einen fast gleich altrigen dazu, ist das Chaos vorprogrammiert. Die Rangordnung unter den Rüden ist dann Dein kleinstes Problem. Das spielt sich ein.

Und noch eines. In 3 Tagen kannst Du nicht beurteilen, ob die Hunde zueinander passen. Zumal der Neue ein Tierheimhund ist. Du weißt nicht was er erlebt oder durchgemacht hat. Er wird also in den 3 Tagen seine "Macken" nicht zeigen. Die lernt man erst viel später kennen.

Also nimm unseren wirklich gut gemeinten Rat an, warte bis Deiner ca. 1 1/2 J. alt ist, oder nimm Dir einen älteren Hund, der schon "Erziehung genossen" hat, dazu.

Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs
**Alle Autorität, die ich besitze,
beruht einzig darauf,
dass ich weiß, was ich nicht weiß**

Sokrates

**Die meisten, wenn sie dich um Rat fragen,
sind gewöhnlich schon entschlossen,
zu tun, was ihnen gefällt.**

Adolph von Knigge
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