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11 Jahre alten Hund noch erziehen

Alles rund um Haltung & Ausbildung & Erziehung.

Moderator: DF-Mods

11 Jahre alten Hund noch erziehen

Beitragvon Smilla83 » 25.06.2011 16:53

mein Anliegen steht ja schon oben.

Mein Vater hat mich gefragt, ob wir seinen alten Hund in Pflege nehmen können. Der Arme wird Opfer einer Scheidung. Bisher ist er unter der Woche mit einem anderen Hund (seit 7 Jahren) bei meiner Stiefmama, da mein Vater auf Montage ist. Jetzt trennen sich die beiden und statt an der Lösung: beide Hunde bleiben unter der Woche bei ihr und sind am WE bei ihm, wird es aufgrund ihrer Weigerung die Lösung: er behält "seinen" und sie "ihren" Hund werden.

"Sein" Hund ist ein 11 Jahre alter Westie, knuffig, aber absolut unerzogen. Alte Herren sind halt nachlässig bei kleinen Hunden :roll: aber zwing mal jemanden dazu seinen Hund zu erziehen.
Dem zu Folge stehen wir hier von einem bzw. zwei etwas größeren Problem und fragen uns, ob wir dem Herr werden können.
Der Hund jagt mit Vorliebe Katzen - wir haben zwei davon... Ob man ihm das noch abgewöhnen kann, bzw. die Katzen?
Was ich noch problematischer finde, als die Jagd auf Katzen, ist die Tatsache dass der Hund keinen Respekt vor unserer 8 Monate alten Tochter hat. Der rennt auch einfach mal über sie drüber, wobei rennt in diesem Fall heißt, dass 12 kg Hund (ach ja übergewichtig ist er auch noch) auf 7,5 kg Menschlein stehen. Das kann und will ich nicht tolerieren. Ob er nach ihr schnappen würde, kann ich nicht einschätzen. L. ist ein recht egoistisches Tierchen, klar hat ja zeitlebens alles bekommen und kennt es nicht anders. Was will man da erwarten?
Dass der Hund noch nicht mal Grundkommandos wirklich beherrscht, ist sicherlich in Sachen Erziehung nicht hilfreich.
Würde denn der Besuch einer Hundeschule und konsequentes Arbeiten daheim noch etwas bringen? Oder ist in dem Alter Hopfen und Malz verloren?

Die Fragen mögen für euch banal, vielleicht sogar irrsinnig, klingen, aber wir sind nun mal total unerfahren und die Situation nicht ganz alltäglich. Ich würde zwar gern meinem Vater helfen, jedoch nicht, wenn ich damit meine Tochter in Gefahr und die Katzen in einen nicht enden wollenden Stress bringe.

Ich hoffe auf Tipps und Ratschläge. Vielen Dank schon mal.
ich hoffe ich bringe das Thema jetzt nicht zum 100.000 mal auf, wenn doch dann bitte verweist mich an die richtige Stelle. :ops:
Smilla83
(Themenstarter)
 
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Re: 11 Jahre alten Hund noch erziehen

Beitragvon Murphy2011 » 25.06.2011 17:02

Hunde lernen ein leben lang.

Wenn der hund geistig fit ist, ist es kein problem. Zu viel darf man sich nicht erwarten, man braucht viel geduld, aber einiges ist sicher machbar. Ich würde hier aber zu einem Trainer raten.
Murphy2011
 
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Re: 11 Jahre alten Hund noch erziehen

Beitragvon Xsara » 25.06.2011 17:16

Hast du denn etwas Erfahrung mit Hunden?
Unser Familienhund ist auch schon über 13, und ich bringe ihm immer noch neue Dinge bei. Und auch ein paar Unarten habe ich noch geschafft ihm abzuerziehen. Leider haben wir bei ihm früher auch vieles falsch gemacht.

Aber wenn du keinerlei Erfahrung in Hundeerziehung hast, würde ich auf jeden Fall eine Hundeschule oder weil es in deinem Fall vor allem häusliche Probleme sind, vielleicht besser einen Hundetrainer zu Hilfe nehmen.

Es kann vielleicht auch sein, dass sich der Westie sowieso bei euch Zuhause vollkommen anders verhält als in seiner gewohnten Umgebung. Und wenn ihr ihm dann von Anfang an klarmacht, welches Verhalten von ihm unerwünscht ist, klappt das vielleicht.
liebe Grußis
Sarah
--
Familienhund Leika, 14 Jahre (lebt bei meinen Eltern)
Leika und Gasthunde
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Xsara
 
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Re: 11 Jahre alten Hund noch erziehen

Beitragvon Kiwi_Maja » 25.06.2011 17:23

Hi!

Also Grundkommandos bekommt ihr bestimmt hin - sowas lernen Hunde wenn mans richtig macht gerne. Ein zuverlässiger Rückruf kann schwierig sein, wenn der Hund jagt u.Ä.
Da heißts halt erst mal (Schlepp)leine.

Aber ihm bei zu bringen, mehr aufzupassen - sowas ist subtiler und m.E. viel schwieriger.
Ich würde versuchen, heraus zu finden, ob er schnappt oder so. Dann würd ichs persönlich mit einem Baby eher nicht machen.

Mir machts auch ein bisschen Sorge, dass ein (noch dazu alter) Hund mit einem Schlag alles, woran er gewöhnt ist, verlieren soll - unter Andrem seinen Hundekumpel. Aber da könnt ihr wohl nichts machen.

Wegen den Katzen: können die raus? In einer Wohnung kanns denk ich tatsächlich stressig werden - wobeis bei uns z.B. wunderbar klappt.

lg
Ganz liebe Grüße und einen sonnigen Winter wünschen
Kiwi, Maja, Leo, Ente und ich :)


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Re: 11 Jahre alten Hund noch erziehen

Beitragvon Motte1987 » 25.06.2011 18:02

wie schon gesagt wurde, grundkommandos und so sachen wie rückruf klappen beim entsprechenden aufbau auch bei älteren hunden recht schnell... schwieriger sind komplexe verhaltensänderungen.

mein dobi kam mit 8 1/2 zu mir, sehr unsicher, schlecht sozialisiert, extremster leinenzerrer und total auf balljunkie getrimmt. kommandos (rückruf, sitz, platz, steh etc.) und tricks lernt er wie nix, klappt auch super, aber so sachen wie unsicherheit, leinenführigkeit, verbellen von besuch etc. kriegen wir erst jetzt nach mehr als einem jahr in den griff trotz hundetrainerin und sehr viel bemühungen und training...
da war mein vorheriger hund (ähnlich versaut) mit seinen süßen 2 jahren weitaus fixer im lernen...

aber wenn dein hundi im grunde genommen ein netter kerl ist und eben nur grundkommandos und ein paar grenzen aufgebaut werden müssen, ist das alter garantiert kein limitierender faktor.
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Re: 11 Jahre alten Hund noch erziehen

Beitragvon Kiwi_Maja » 25.06.2011 18:05

Was mir jetzt noch einfällt: wenn der Hund seit sieben Jahren nie ganz allein (ohne Zweithund) alleine bleiben musste, muss er das u.U. erst (wieder) lernen.

Finds übrigens super, dass ihr deinem Vater plus seinem Hund so helfen wollt :)
Ganz liebe Grüße und einen sonnigen Winter wünschen
Kiwi, Maja, Leo, Ente und ich :)


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Re: 11 Jahre alten Hund noch erziehen

Beitragvon Falco » 25.06.2011 18:20

Oft gilt bei Hunden: Neue Länder, neue Sitten. D.h., dass es ihm wesentlich leichter fallen wird zu lernen, dass bei Euch halt x und y gilt und nicht a und b wie bei Papa. Ich würde gleich am Anfang extrem konsequente Grenzen setzen und ihm natürlich das Eingliedern schmackhaft machen.

In ein guter Hundetrainer zu investieren ist sicherlich nicht verkehrt, wenn Ihr Euch unsicher seid.

Ich denke, dass er einen festen Platz haben sollte, aufg den man ihn dann schicken kann. Aus der Hand zu füttern, kann auch ein guter Schritt sein. Und immer mal wieder Übungseinheiten einlegen, denn auch alte Hunde lernen gerne, wenn man sie lässt.
Deutschland ist wie der menschliche Körper - das Hirn sitzt oben.
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Re: 11 Jahre alten Hund noch erziehen

Beitragvon souma » 25.06.2011 18:45

Sicherlich lernt ein Hund auch noch im hohen Alter, aber Respekt vor Katzen und Kindern im eigenen Haushalt, das ist schon "hohe Schule". ;)

Habt Ihr schon Erfahrung mit einem eigenen Hund sammeln können?

Auf jeden Fall kann Hundeschule nicht schaden, damit Ihr ein paar Anleitungen bekommt, wie denn nun ...
42 ist das kürzeste und bekannteste Zitat und die Antwort auf alle Fragen.
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Re: 11 Jahre alten Hund noch erziehen

Beitragvon Smilla83 » 25.06.2011 19:41

hui, so viele Antworten und doch so positiv gestimmte. Ich dachte schon, ich werde für wahnsinnig erklärt. Ich versuche mal auf alles einzugehen....

@Hunderfahrung
Ich habe keine, außer den Hund meines Vaters mal Gassi zu führen. Mein Mann ist mit Hund aufgewachsen, aber die Hauptarbeit wird wohl an mir hängen bleiben. Also: nein, ich habe keine Erfahrung.

@Murphy
wie teste ich, wie geistig fit der Hund ist? Sudoku wird in dem Fall sicher nicht das Mittel der Wahl sein ;)

@Kiwi
ich würde der alten Dame auch wünschen, dass sie in ihrem Umfeld bleiben kann. Sie kennt mich, sie liebt mich, aber ob das allein reicht. Das sie krank ist und ihre bereits mehrere Tumoren entfernt werden mussten, hatte ich noch nicht erwähnt. Nein, ich fühle mich damit so wohl, aber bevor zu jemand ganz fremden kommt? Leider trennen mich und meinen Vater 400 km, so dass es dann auch keine Wochenendbesuche mehr geben wird.
Wir haben über 200qm Haus und es gibt einen Bereich, der nur für die Katzen aber nicht für den Hund zugänglich wäre. Raus dürfen die Katzen nicht, da einer der beiden blind ist.
Die beiden sind mal wochen- oder tageweise getrennt gewesen. Irgendwo glaube ich, dass dies eher unser menschliches Problem ist, nicht aber das von Lucky. Sie ist wirklich SEHR auf sich bezogen und weniger an dem interessiert, was neben ihr noch existiert.

@Falco
was hieße, dumm gefragt, von Anfang an. Sofort mit der ersten Minute in der der Hund dieses Haus betritt?

@Motto
im Grunde genommen ist Lucky eine nette, sehr selbstbezogene, aber nicht "bösartige" Dame. Wie ihr Verhalten den Katzen gegenüber aussieht, kann ich nicht sagen. Ich kenne nur die Beschreibungen meines Vaters...

@Kind
mir wäre schon genug, wenn sie grundsätzlich Abstand vom Kind hält. Bevor ich ihr subtiles beibringen muss, dann lieber, dass sie am Kind nichts zu suchen hat und ihr besser aus dem Weg geht. Könnte das einfacher sein?
Einer unserer Kater tut das von sich aus, der andere ist schmerzbefreit(er).

@Hundetrainer / Hundeschule
Der Hundetrainer würde auch zu uns kommen, wenn ich das richtig sehe. Wo finde ich jemand kompetenten? Wir wohnen im Eck, Landsberg, Kaufering, Schwabmünchen, Augsburg, Geltendorf
Smilla83
(Themenstarter)
 
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Re: 11 Jahre alten Hund noch erziehen

Beitragvon Falco » 25.06.2011 19:53

Ja, von der ersten Minute an. Regeln und Grenzen bieten auch Sicherheit und erleichtern das zukünftige Leben aller Parteien.
Deutschland ist wie der menschliche Körper - das Hirn sitzt oben.
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